Grüne, Wirtschaft und Re-Branding

Es gibt, wie mir immer wieder bewusst wird, ja nicht nur Facebook. Es gibt zum Beispiel auch das Business-Netzwerk XING, wo ich schon unterwegs war als es noch “openBC” hiess und wo die Grünen eine eigene Gruppe haben. Dort gibt es dieser Tage die von Alexander von Fintel angestossene Diskussion: “Namensfrage: Wenn wir nicht nur Öko-Partei sind, müssen wir dann nicht anders heissen?Die Logik dabei ist, dass wir in Deutschland uns zur Volkspartei wandeln und

Link zur BDK Rostock

“Grün” und “Sonnenblume” aus der Vergangenheit bei diesem neuen Weg stören könnten, weshalb nach einem ReBranding als Partei mit Wirtschaftskompetenz (und ohne Sonnenblumen) gefragt war. Dies ist mein Beitrag dazu:

Was mich als erstes an dieser Diskussion gestört hat ist der Tellerrand.

Liebe Freundinnen und Freunde, Deutschland ist keine Insel und Bündnis 90/Die Grünen dürfen keine Leichtmatrosen werden, die mit neuem Floß losfahren wollen.

Es ist ja gut, dass Ihr wahrgenommen habt, dass das ReBranding bei der Bundestagswahl stattgefunden hat: JobsJobsJobs (und zwar nicht Steve) und “Aus der Krise hilft nur Grün” waren die Slogans.

Schon zuvor haben wir dieses Politikfeld klar besetzt, nämlich bei der Europawahl: “Mit Grünen Ideen aus der Krise”, das Plakat in dem die gelbe Sonnenblume unseres Logos zum Zahnrad der Wirtschaft wurde, ist massenhaft als Großplakat zum Einsatz gekommen, via “Meinplakat.guene.de”.

Die Vorarbeit hat dazu vor allem Fritz Kuhn geleistet, auch wenn der Begriff der “Grünen Marktwirtschaft” zur Europawahl durch den inflationär verwendeten “Green New Deal” ersetzt wurde, der zur Bundestagswahl “Neuer Grüner Gesellschaftsvertrag” hiess und statt europaweit 4Mio nun 1Mio deutsche Jobs schaffen sollte. Wir drehen das – und wandeln uns dabei.

Wesentlich ist aber: Weiterlesen »

Erstellt am Freitag, 9. Oktober 2009
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Spielt Atomkraft bei deiner Wahlentscheidung eine zentrale Rolle? Ja – und umgekehrt!

http://s3.amazonaws.com/twitter_production/profile_background_images/5341980/WettachAntiAtomR.jpgJa, das Thema Atomkraft ist einer von 1Million Gründen, warum ich nicht zu den Piraten wechseln würde, die bei XING nicht nur die “Sonntagsfrage” dominieren sondern auch die Themensetzung. (die anderen Gründe sind in der Million Jobs,Jobs,Jobs gut zusammengefasst). Und umgekehrt wird diese Wahlentscheidung eine zentrale Rolle bei der Zukunft der Atomkraft spielen.

Mit ist Bildung wichtig, nicht umsonst bin ich Vorsitzender des Landeselternrates Baden-Württemberg, begleite im Kultusministerium die “Bildungshäuser 3-10″ und setze mich für ordentliche Rahmenbedingungen schon bei der frühkindlichen Bildung und Erziehung ein.

Mir liegt das Projekt Europa am Herzen, darum engagiere ich mich bei den europhilen Kräften der Europa-Union und in der BAG Europa der Grünen, diskutiere mit linken Euroskeptikern in der bundesweiten EU-AG von Attac und mit konservativen Euroskeptikern in der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft ASM wie Professor Starbatty oder bei den Briten mit MEP Daniel Hannan und der massiv EU-feindlichen Bruges Group.

Mir ist auch das bei Grünen gut aufgehobene Thema Antidiskriminierung wichtig, darum bin ich auch aktiv als European Antidiscrimination Counsellor beim European Antidiscrimination Council EAC. Aber:

Das Make-or-break-Thema für diesen Wahlkampf ist, auch wenn es im Online-Wahlkampf Zensursula und die Grünen Enthaltungen zu sein scheinen, die Entscheidung über die Zukunft unserer Energieversorgung – und zwar EU-weit. In diesen kommenden beiden Legislaturperioden muss der Ausstieg vollzogen werden, oder er wird von leichtfertigen Vertretern traditioneller Energiekonzerne gefährdet und damit unsere Zukunft aufs Spiel gesetzt. Nur der konsequente Atomausstieg (und der war auch für Grüne ein schwer errungener Kompromiss gegenüber der eigentlich erwünschten und geforderten Stillegung) sichert uns die Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien – und auch hin zu zunehmender Dezentralisierung der Energieerzeugung.

Angesichts der Piratendominanz bei der Sonntagsfrage in XING wundert mich nicht, dass auch das Thema Atomkraft zum weniger entscheidenden Thema (30% ja/ 70% nein) herabgevotet wird. Wichtig ist es allemal, nicht nur für Grünwähler, sondern auch für die Vertreter überkommener Energiestrukturen, deren Bemühen das hoffentlich letzte Aufbäumen dieserDinosaurier ist.

Am 05. September haben wir in Berlin die Chance, wie ein Jahr zuvor in Gorleben, machtvoll zu zeigen dass es keinen Ausstieg aus dem Ausstieg geben darf – und am 12. September, dass wir anders als andere (Steuern senken! HartzIV erhöhen! Netz befreien! SPD retten!) keine 1-Punkt-Partei sind. Weder thematisch noch in Wahlprozenten.

Mit grünen Grüßen aus Tübingen,
Wolfgang G. Wettach

Erstellt am Samstag, 8. August 2009
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Geburtstag 2.0

Gestern hatte ich ja Geburtstag – für mich Gelegenheit, einmal eine kleine Statistik zu machen, auf welchen Kommunikationswegen (ausser dem direkten Gespräch, Händeschütteln und Umarmungen, wie heute nachträglich als ich auf Listenplatz 1 der Liste zum Ortschaftsrat von Bebenhausen gewählt wurde) mich Glückwünsche erreicht haben (Update 01.04.):

Offline:

  • Telefon: 2
  • SMS: 1
  • Brief: 1
  • Postkarte: 1
  • Zotter-Schokolade: 1
  • Heliumballon: 1

Web 1.0:

  • eCard: 1 (all-yours.net)
  • Webservices-Gratulationen: 8 (von Bahn.de über Elfster bis Web.de)
  • Persönliche Emails: 1
  • InstantMessenger: 2
  • Forum: 2

Web 2.0:

Was sagt das? Dass Twitter weniger ‘persönlich’ ist oder jedenfalls genutzt wird – mehrere meiner etwas über 300 Twitter-Kontakte haben mit statt dort eben auf Facebook gratuliert. Brief und Telefon spielen eigentlich keine Rolle mehr, auch Firmen gratulieren soweit sie online sind eben jetzt per Email oder auf ihrer Webseite, zum Teil mit Bonusgeschenken oder -Angeboten verbunden. LiveJournal ist als einstiger Schwerpunkt digitaler Grüße aus dem Bild gefallen: Bei einer ähnlichen Kontaktzahl wie im VZ ist die Konversionsrate in Glückwünsche mit 0 absolut abgesackt. Wer-kennt-Wen spielt erwartungsgemäss für mich keine Rolle (dass bei unddu.de überhaupt jemand was schreibt verwundert dagegen) und XING ist nicht das richtige Forum dafür. Foren, das zum Schluss, haben gegenüber vor fünf Jahren (2004) an Bedeutung auch abgenommen, auch wenn ich in mindestens einem noch täglich bin. Insgesamt: Web 2.0 schlägt den Rest locker, Facebook alleine schlägt die anderen Kommunikationswege alle zusammengenommen (wenn man die Werbung abzieht).

Erstellt am Dienstag, 31. März 2009
Kategorie: Deutsch | 1 Kommentar »

Virales Marketing, Netzbegrünung und vernetzte KandidatInnen

Gerade eben wieder im Fernsehen auf Pro7 die klassischen Szenen:

Ich habe heute das PDF-File meiner Bewerbung für das Votum des Landesverbands Baden-Württemberg, das auf der Landesdelegiertenkonferenz in Schwäbisch-Gmünd Ende nächster Woche in der Tischvorlage verbreitet wird, vorab an die Kreisverbände, einige FunktionsträgerInnen und einige meiner Grünen FreundInnen (online und offline) per Email gesandt, mit der Bitte um Weitergabe an die Mitglieder und vor allem Delegierten des Kreisverbandes und Weiterverbreitung. Auch Du, liebeR LeserIn, bist gebeten, diese Datei weiterzuverbreiten – es ist kostenlos, es kostet dich nichtmal deine Stimme auf der LDK, auf die ich natürlich dennoch hoffe. Wissend dass der Landesverband nur einem Mann ein Votum mitgeben will, sich aber fünf gute Kandidaten darum bewerben, ist es umso wichtiger, dass diese Kandidatur landesweit und bundesweit bekannt gemacht und gerne auch diskutiert wird.

Netzbegrünung:

Teil der Netzbegrünung ist auch, dass sich Grüne bei Facebook (knapp 300 Grüne), XING, im StudiVZ (knapp 1000 Grüne), bei Wer-kennt-Wen (knapp 200 Grüne) und bei MySpace vernetzen. Dazu gehört auch ein Grünes Blognetzwerk, für das Henning Schürig schonmal eine Liste angefangen hat – oder eine Liste der Vernetzung Grüner KandidatInnen zur Bundestagswahl wie TillWe sie gemacht hat. Das Ziel von all dem findet sich natürlich auch im Titel (aber noch nicht in der Nutzerzahl) der Post-ESU Community “The Greens Are United“.

Erstellt am Freitag, 3. Oktober 2008
Kategorie: Deutsch, Kurzmeldung, Video | Kommentieren »

Netzbegrünung 1 – MySpace

Teil der Netzbegrünung ist auch, dass Grüne sich bei XING, Facebook, MySpace, im VZ etc vernetzen. Darum bemühe ich mich, als Wolfgang G. Wettach, Grüner Europakandidat aus Tübingen, mit Verweis auf dieses Blog, http://gruene.wettach.org

Bei MySpace sind es vor allem Grüne Gruppen und AktivistInnen weltweit mit denen ich mich vernetze – hier ein zufälliger Auszug aus den knapp 250 MySpace-Kontakten, zu denen in den letzten Tagen auch einige Antifa-Gruppen hinzugekommen sind. Wer auch bei MySpace unterwegs ist: Einfach anklicken!

zu meinem Profil bei MySpace

Was zeichnet MySpace aus? Weiterlesen »

Erstellt am Dienstag, 23. September 2008
Kategorie: Deutsch, Kurzmeldung | 2 Kommentare »