Die Europa-Woche vom 21-28.Oktober 2012

Der Montag war von Fritz Kuhns Wahlerfolg geprägt – irgendwo zwischen dem Modell Stuttgart für die Moderne Republik und der Ablehnung jeder Übertragbarkeit des Ergebnisses bewegten sich die Debattenbeiträge. Das Tagblatt erinnerte an die Jahre von Fritz Kuhn in Tübingen, als ich ihn kennengelernt habe, während ein anderer Tübinger sich in einen anderen Streit stürzte, was nicht nur ich wenig hilfreich fand.

Am Dienstag war das Grüne Landtagsfest, wo unter dem Motto “Grün passt zum Land” Ministerpräsident Winfried Kretschmann und die Fraktionsvorsitzende Edith Sitzmann für die Grüne Landtagsfraktion in den grün erleuchteten Landtag einluden.

Mittwoch war Kreismitgliedsversammlung der Tübinger Grünen, wo ich die Europa-Anträge zur Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) vorstellte und mit den meisten Stimmen aller Männer als Tübinger Delegierter gewählt wurde, weil ich beim Thema Europa das Vertrauen meiner Tübinger habe. Der neue AK Europa stellte sich bei der Gelegenheit auch gleich vor.

Panel "Politische Verfassung" beim Europapolitischen Konvent. Heraldisch links leicht einsam: Ulrike Guerot, ECFRDonnerstag war ich in Düsseldorf, beim Europapolitischen Konvent der Jenaer Allianz (PDF), sehr konservativer Euroskeptiker von der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtchaft ASM eV. des Euro-Klägers Joachim Starbatty über die Konrad Adenaur-Stiftung bis zum Bund Katholischer Unternehmer bku, der auch einen eigenen Bericht dazu veröffentlicht hat. Viele interesante Gespräche, auch wenn die Plenumsdiskussionen anstrengend waren – weil neben Ulrike Guerot vom European Council of Foreign Relations ECFR nur der ehemalige Ministerpräsident Erwin Teufel und ich von der neuen Volkspartei in Baden-Württemberg, als Pro-Europäer neben mir vor Ort waren.

Anders war das am Wochenende, wo ich erneut in Düsseldorf war, diesmal im Landtag beim 58. Bundeskongress der pro-föderalen “Europa-Union Deutschland EUD”, dessen Landesvorstand ich in Baden-Württemberg angehöre.

Ansonsten: Beate Müller-Gemmeke hielt diese Woche eine Rede für das Soziale Europa: “Soziale Ziele der EU 2020 Strategie” Die Heinrich Böll Stiftung brachte ein Papier für eine Europäische Union für Erneuerbare Energien ein. Mehr? In der Folgewoche.

Erstellt am Dienstag, 6. November 2012
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Willy Brandt und die Friedenspolitik in Europa

Bundesarchiv B 145 Bild-F057884-0009, Willy BrandtWilly Brandt, ein damals schon ehemaliger Bundeskanzler, den persönlich zu treffen ich zweimal die Ehre hatte, bei der Konferenz für ein atomwaffenfreies Europa in Berlin und später im Wahlkampf in Braunschweig, war ein überzeugter Europäer. Am 08. Oktober vor 20 Jahren ist er gestorben und ich will an ihn erinnern als ob das nötig wäre, auch wenn andere das, wie etwa Sigmar Gabriel, heute auch getan haben.

Ich will mir an diesem Tag auch gar nicht anmassen, besser diesen Mann, diesen grossen Europäer, würdigen zu können als andere das bereits getan haben, etwa seine Rolle seit dem Kniefall von Warschau für die Aussöhnung mit Polen und für die auch dort stattfindende europäische Revolution (Gunter Hofman in “Blätter” 10/2011), oder sein Beitrag zur europäischen Einigung generell (Tagungsbericht der Konferenz in Metz 2006).

Ich möchte ihn selber zu Wort kommen lassen und andere ermutigen, gerade die zögernden Europäer die es in der deutschen Sozialdemokratie auch heute wieder gibt, sich mit seinem Wort in dieser Sache die mir am Herzen liegt, seinen Worten zur Europäischen Vereinigung, wieder zu befassen.

In seinem Buch “Friedenspolitik in Europa”, das er als Aussenminister der Großen Koalition schrieb (1968 bei S.Fischer erschienen), fiel mir in der Ausgabe von Bertelsmann 1968 gerade dieses Wochenende auf einem Flohmarkt in Heidelberg in die Hände. Die Sätze, die er etwa zu Beginn des Kapitels “Priorität Europa” ab Seite 53 schreibt, sind auch und gerade heute noch unverändert gültig. “Es kann keinen Zweifel geben“, schreibt er, “dass die europäischen Völker eine grössere Mitverantwortung für Frieden und Fortschritt in der Welt übernehmen müssen. Dazu haben sie ihre begrenzten Kräfte zu verbinden. Dazu bedarf es eines engeren europäischen Zusammenschlusses.”

Der Fortschritt den er beschreibt ist hier nicht einfach ein technischer, sondern ein gesellschaftlicher, der neben der Erfüllung der menschlichen Grundbedürfnisse an Nahrung und Wohnen auch die Menschenrechte umfasst. Ein überzeugter Europäer war Brandt als Bundeskanzler, der 1971 den Friedensnobelpreis erhielt, er war es auch als europäischer Sozialdemokrat, der 1979 vor dem ersten Europäischen Parlament in Strassburg eine Rede hielt, die hier dokumentiert ist (PDF). Dort sagte er in ebenfalls noch gültigen Sätzen,

daß hier in diesem Straßburg das Herz Europas schlägt; daß sich hier ausdrückt, was an deutschfranzösischer zunächst Aussöhnung und dann Freundschaft gestaltet werden konnte, um Europa — nicht nur unsere beiden Völker — voranzubringen, das Herz Europas, unseres geliebten, geschundenen, sich wiederaufrichtenden und doch neuerdings wieder stark bedrohten Europas. Es gehört uns allen, dieses Europa. Es ist uns gemeinsam anvertraut mit seinem christlichen, seinem humanistischen und seinem sozialistischen Erbe. Es stellt uns weiterhin vor gemeinsame Aufgaben.”

Heute mögen diese Aufgaben schier unüberwindlich scheinen, vor allem wenn wir den Blick nur auf die Schuldenberge der Länder richten, und nicht auf die Berge an Vermögen derjenigen, die diese Schuldtitel mit immer grösseren Steuersenkungen erkaufen und ihr Vermögen an der Steuer vorbei hinter irgendwelchen Bergen deponieren konnten. (Siehe das Frontal21 Kurzvideo: Ist UmFAIRteilen unver?) Diese Umverteilung von Schulden und Reichtum auf Kosten der Armen in ganz Europa (nicht einfach auf Kosten der deutschen BILD-Leser, das übersehen manche gerne) gefährdet heute den Frieden und Zusammenhalt in Europa.

Ein gemeinsames Europa, das die Akzeptanz und Zustimmung der Menschen erhoffen darf, muss ein soziales Europa sein, wie es auch wir Grünen nicht erst seit WUMS! fordern (Wirtschaft und Umwelt, Menschlich und Sozial!) Im Brandt-Buch “Friedenspolitik in Europa” geht er im Kapitel “Wege zur Solidarität” darauf ein. Auch dieses darf ich jenen, die heute nationalen Egoismen das Wort reden, als damals schon berechtigt zum Lesen empfehlen. Er schreibt, die Zukunft werde:

“…von neuen Fronten bestimmt sein. Der reiche “Norden der Städte” gerät zunehmend in Gegensatz zum armen “Süden der Bauern”.

Das gilt auch für den Diskurs über Portugal, Italien, Griechenland und Spanien, abschätzig oft als PIGS zusammengefasst, heutzutage meist beispielhaft unter “die Griechen” statt “die Südeuropäer” zusammengefasst. Es gilt selbst innerhalb von Italien, wenn man neben der Lega Nord auch den Autonomen Südtirolern zuhört, die keine “Wege zur Solidarität” mit dem armen Süden des Landes mehr gehen wollen. Es gibt viel zu tun für ein besseres Europa – aber ich bleibe überzeugt: Ein anderes Europa ist möglich!

Und denen die neben dem vielen was zu tun ist noch Zeit zu lesen haben empfehle ich heute Willy Brandts Buch “Friedenspolitik in Europa” für einen Blick zurück in die Zukunft von damals, die zum Teil unsere Gegenwart ist. Das Buch gibt es in der ausser im neuen Vorwort ungeänderten Neuauflage von 1971 als PDF zum kostenlosen Download (Scan ohne Volltextsuche) als Netzquelle bei der Friedrich Ebert-Stiftung. Und mein Exemplar gibt es bei Interesse natürlich, wie praktisch alle meine Bücher, über BookCrossing.com zu haben.

Erstellt am Montag, 8. Oktober 2012
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Was bedeutet Dir Europa?

Wir haben gefragt, welche Gedanken unsere GRÜNEN zu Europa haben. (Hier sind ihre Antworten.) Und hier sind meine: Eine Bildergalerie zum Europatag am 09.05.2012.

Streiten für ein besseres Europa - mit und unter Grünen

Europa heisst: Streiten für ein besseres, grüneres Europa – mit und unter Grünen

Hier mit Rebecca Harms (Fraktionsvorsitzende GREENS/EFA im EP) und Reinhard Bütikofer (Stv.Fraktionsvorsitzender GREENS/EFA) bei der Europa-BDK. Auch GRÜNE ringen darum, einen “Green New Deal” oder unser “Soziales Europa” mit Inhalt zu füllen oder die Friedens- oder Energiepolitik Europas auszugestalten. Wir streiten auch miteinander. Aber dann treten wir gemeinsam nach aussen auf.

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Erstellt am Mittwoch, 9. Mai 2012
Kategorie: Deutsch, Europa, Europa-Union, Fotos | Kommentieren »

Mehrebenenparlamentarismus – Die Rolle der Parlamente und Institutionen: Demokratische Repräsentation im Europa von morgen

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Die grüne BAG EUROPA hat im Februar die Themen des Konvents besprochen und zum Schluss Schreibgruppen eingesetzt, um Thesenpapiere und Diskussionsbeiträge für das Blog des Grünen Europa-Konvents zu erarbeiten. In der Schreibgruppe “Mehrebenenparlamentarismus” haben Stefanie Sifft, Christoph Bail, Sebastian Lüdecke und Wolfgang G. Wettach sich zusammengetan und mehrere Texte zur Demokratie in der Wirtschafts- und Währungsunion, im Europa von morgen, erarbeitet. Jeder Beitrag ist in Telefonkonferenzen und im Etherpad der Textbegrünung gemeinsam bearbeitet, behält aber die individuelle Perspektive der verfassenden Person.

In den Tagen bis zum Konvent will ich, um die Sichtbarkeit der Beiträge zu erhöhen, sie hier nach und nach veröffentlichen. Heute:
Die Rolle der Parlamente und Institutionen: Demokratische Repräsentation im Europa von morgen (von Wolfgang G. Wettach)

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Erstellt am Freitag, 24. Februar 2012
Kategorie: Deutsch, Europa, Gastbeitrag | Kommentieren »

Kontrolle der EU-Kommission. Oder: Wer kontrolliert die Kontrolleure?

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Die grüne BAG EUROPA hat im Februar die Themen des Konvents besprochen und zum Schluss Schreibgruppen eingesetzt, um Thesenpapiere und Diskussionsbeiträge für das Blog des Grünen Europa-Konvents zu erarbeiten. In der Schreibgruppe “Mehrebenenparlamentarismus” haben Stefanie Sifft, Christoph Bail, Sebastian Lüdecke und Wolfgang G. Wettach sich zusammengetan und mehrere Texte zur Demokratie in der Wirtschafts- und Währungsunion, im Europa von morgen, erarbeitet. Jeder Beitrag ist in Telefonkonferenzen und im Etherpad der Textbegrünung gemeinsam bearbeitet, behält aber die individuelle Perspektive der verfassenden Person.

In den Tagen bis zum Konvent will ich, um die Sichtbarkeit der Beiträge zu erhöhen, sie hier nach und nach veröffentlichen. Heute:
Kontrolle der Kommission. Oder: Wer kontrolliert die Kontrolleure? (von Sebastian Lüdecke)

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Erstellt am Donnerstag, 23. Februar 2012
Kategorie: Europa, Gastbeitrag | Kommentieren »

Nationale Parlamente einbinden: Subsidiaritätsvorbehalt stärken

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Die grüne BAG EUROPA hat im Februar die Themen des Konvents besprochen und zum Schluss Schreibgruppen eingesetzt, um Thesenpapiere und Diskussionsbeiträge für das Blog des Grünen Europa-Konvents zu erarbeiten. In der Schreibgruppe “Mehrebenenparlamentarismus” haben Stefanie Sifft, Christoph Bail, Sebastian Lüdecke und Wolfgang G. Wettach sich zusammengetan und mehrere Texte zur Demokratie in der Wirtschafts- und Währungsunion, im Europa von morgen, erarbeitet. Jeder Beitrag ist in Telefonkonferenzen und im Etherpad der Textbegrünung gemeinsam bearbeitet, behält aber die individuelle Perspektive der verfassenden Person.

In den Tagen bis zum Konvent will ich, um die Sichtbarkeit der Beiträge zu erhöhen, sie hier nach und nach veröffentlichen. Heute:
Nationale Parlamente einbinden: Subsidiaritätsvorbehalt stärken (von Stefanie Sifft)

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Erstellt am Donnerstag, 23. Februar 2012
Kategorie: Europa, Gastbeitrag | Kommentieren »

Wie soll die Demokratie in der Wirtschafts- und Währungsunion aussehen?

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Die grüne BAG EUROPA hat im Februar die Themen des Konvents besprochen und zum Schluss Schreibgruppen eingesetzt, um Thesenpapiere und Diskussionsbeiträge für das Blog des Grünen Europa-Konvents zu erarbeiten. In der Schreibgruppe “Mehrebenenparlamentarismus” haben Stefanie Sifft, Christoph Bail, Sebastian Lüdecke und Wolfgang G. Wettach sich zusammengetan und mehrere Texte zur Demokratie in der Wirtschafts- und Währungsunion, im Europa von morgen, erarbeitet. Jeder Beitrag ist in Telefonkonferenzen und im Etherpad der Textbegrünung gemeinsam bearbeitet, behält aber die individuelle Perspektive der verfassenden Person.

In den Tagen bis zum Konvent will ich, um die Sichtbarkeit der Beiträge zu erhöhen, sie hier nach und nach veröffentlichen.

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Erstellt am Montag, 20. Februar 2012
Kategorie: Europa, Termine | Kommentieren »

Wie kommt Europa aus der Krise? Vortrag und Diskussion

Auf Einladung von Bündnis 90/Die Grünen sprachen am 31.01.2012 die
Volkswirtschaftlerin Prof. Claudia Buch und unser Finanzpolitischer Sprecher Dr.
Gerhard Schick MdB, unter der Moderation unseres Grünen Landesvorsitzenden Chris
Kühn, im Deutsch-Amerikanischen Institut Tübingen zum Thema “Wie kommt Europa
aus der Krise?”

Drei Videos (deren Ton man auf laut stellen sollte) wurden gemacht für alle die
es interessiert:
* Prof. Claudia Buch: http://youtu.be/-s2df_4zPKE
* Dr. Gerhard Schick: http://youtu.be/DS6aMeG8fdQ
* Das Abschlusspanel: http://youtu.be/3VH1YSVPRQk

Zu dem Thema äusserten sich bereits nach unserer letzten BAG-Sitzung im Oktober,
genauer nach den von uns beantworteten 1000 Fragen bei “Deine Frage an Europa”
zwei weitere unserer grünen MdBs:
* Manuel Sarazzin: http://youtu.be/V7JABvAMjJs (zum Ganzen)
* Priska Hinz: http://youtu.be/WpzvcAm8FB4 (zu Hebel, ESM und Konvent)

Erstellt am Donnerstag, 2. Februar 2012
Kategorie: Europa, Partei, Video | Kommentieren »

Wie geht es weiter mit Ungarn?

Ungarn muss weiter europäisch und weiter demokratisch bleiben. Unter der Fidesz-Regierung von Viktor Orban aber sieht es nicht danach aus.

Ungarn bekommt eine neue Verfassung, die jeden Demokraten das Fürchten lehrt. “Orbans Gleichstellung” nennt das der Freitag. Das Volk protestiert zunehmend:

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Protest in Ungarn. Quelle: ResitanceHU

Aus Protest gegen die undemokratische “Ahlrechtsreform” liessen sich zu Weihnachten auch mehrere Abgeordnete der Partei LMP (“Eine andere Politik ist möglich”), die erst im Herbst Vollmitglied der Europäischen Grünen Partei EGP geworden war, verhaften.

Die Abgeordnete Virag Kaufer ging noch einen Schritt weiter: Sie gab ihr Parlamentsmandat zurück, um sich dem ausserparlamentarischen Widerstand gegen die demokratiefeindlichen Bemühungen der überwältigenden FIDESZ-Mehrheit mit voller Kraft widmen zu können.

Der Innenausschusss des Europaparlaments, LIBE, befasste sich heute auch mit der Reaktion auf die Entwicklung in Ungarn. Ein Video davon ist hier zu sehen.

Klar ist aber, dass Orbans FIDESZ, die im Europaparlament zur EVP-Fraktion mit der CDU gehört, dort von dieser stärksten Fraktion zumindest nicht offen kritisiert wird. Der Parlamentspräsident Buzek, auch EVP, wiegelte ab und fand auf Nachfrage in einem öffentlichen Facebook.-Chat mit mir ua das alles nicht so schlimm. Sein designierter Nachfolger, der Sozialdemokrat Martin Schulz, sieht die Entwicklung kritischer, äussert sich in einem Interview aber zugleich optimistisch dass Orban dann scheitert wenn es uns gelingt, die Zivilgesellschaft dort zu stärken.

Einen guten Einblick gibt die Diskussion zwischen den Europaabgeordneten Ulrike Lunacek (Grüne Österreich) und György Schopflin (Fidesz Ungarn) im englischsprachigen Programm von France24.com, im Video hier (Teil eins) und hier (Teil zwei).  Letzterer lässt alle Kritik an sich abperlen, erstere erinnert zurecht an die Blockade Österreichs zur Zeit der FPÖ-Mitregierung der Haider-Partei, die nur zu starker Solidarisierung mit dieser Regierung im Land selbst gesorgt hat. Damit sich etwas ändert, müssen auch wir uns ändern, in der Berichterstattung und im Gespräch mit Ungarn deutlich bleiben und zugleich verbindlicher werden, nicht ausgrenzen sondern einbeziehen, in einem kritischen Dialog, in dem die Kritik unüberhörbar bleibt.

Einen Schritt dazu hat auch Manuel Sarrazin gemacht, unser Grüner europapolitischer Sprecher im Deutschen Bundestag (und Sprecher der Europa-Union-Parlamentariergruppe im Bundestag). In seiner neuesten Pressemitteilung fordert er, die absolute Unabhängigkeit der ungarischen Notenbank zu verteidigen und zugleich weist er deutlich auf die Bedrohung demokratischer Normen durch die Politik der neuen Regierung hin.

Wer an dem Thema dranbleiben möchte kann hier regelmässig weiter lesen – oder sich der neuen Facebook-Gruppe Widerstand in Ungarn (Resisstance HU) anschliessen, deren Neuwahl-Forderung auch diesen Blogartikel illustriert.

Erstellt am Donnerstag, 12. Januar 2012
Kategorie: Deutsch, Donaustrategie, English, Europa, Internationales, Video | Kommentieren »

Donauraumstrategie als Impuls für Europa? Das Beispiel Rumänien

Donauraum-Strategie Diskussion in Ulm

Donauraum-Strategie Diskussion in Ulm

Am Freitag diskutierten wir auf Einladung der Europa- Union und des Donau- Büros Ulm über “Die Donauraumstrategie als Impuls für Europa? Bürgerliches Engagement in Rumänien“. Als Mitglied des Landesvorstands der EUD und Grüner Europapolitiker aus Baden-Württemberg war ich mit dabei und diskutierte mit, zumal uns GRÜNE das Thema in der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG Europa) seit längerem und noch eine Weile beschäftigen wird. Auf dem Bild sieht man als Diskutierende Ulms Ersten Bürgermeister Czisch, die regionale Europaabgeordnete Jeggle (CDU), den Moderator Florian Setzen, Geschäftsführer des Europa-Zentrums Stuttgart, den Rumänienkoordinator des Donaubüros, Herrn Rill, sowie für den Arbeitskreis Donaustrategie der Europaunion den Journalisten Werner Henn.
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Erstellt am Mittwoch, 2. November 2011
Kategorie: Donaustrategie, Europa, Europa-Union, Fotos | Kommentieren »