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WIR haben die Kraft zum gedankenlosen Egoismus?

Schwarz Gelb verhindern: ProAtom darf nicht regieren.Welche Freude wir noch am unter AKW-Gegnern einst furchtbar kritisierten unjter rot-grün verhandelten Atomausstiegskompromiss haben wenn er nach der kommenden Bundestagswahl denn erhalten bleibt, sollte allen klar sein. Die CDU will die Laufzeiten ad infinitum verlängern wie auch der typische CDU-Wahlkampfspender in dem leicht veränderten Plakat enthüllt.Die FDP fabuliert sogar von AKW-Neubauten, wobei bei aller musikalischen Vielfalt nicht an einstürzende gedacht ist (aber dennoch will der “Energieriese” RWE im Erdbebengebiet von Belene eines mitbauen). Generationengerechtigkeit ist, keinen Atommüll mehr zu produzieren, gedankenloser Egoismus ist, wenn die CDU-CSU das Thema Atommüll weit aus den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern heraushalten möchte, wo heute noch viele AKWs laufen.

Wie schön das den Grünen oft als unsozial angekreidete Hartz IV gegenüber jetzt angedachten neuen Lösungen ist, frei nach dem Motto “Schlimmer geht immer”, zeigt Wolfgang Ratzel im “Freitag” unter der Überschrift “Hartz IV ist besser als Solms I“. Dass soziale Kälte ein Kürzel hat das FDP lautet konnten die WählerInnen in Tübingen schon beim RTF-1 Wahlpodium erleben, wo der Direktkandidat der FDP den anderen Anwesenden, MdB Heike Hänsel (LINKE), MdB Winne Hermann (GRÜNE), SPD-Kandidat Winfried Rosemann und eben sogar MdB Annette Widmann-Mauz (CDU) gleich pauschal “sozialistisches Gedankengut” vorwarf. Selbst das, was in der CDU an sozialem noch vorhanden ist, etwa beim Krisen-Thema Gesundheit, ist aus Sicht eines FDP-Kandidaten “sozialistisch” und deshalb von Übel.

Authentischen Egoismus gibt es auch in einem neuen Wahlkampfspot von CDU-TV auf YouTube, der für den Egoismus, für die CDU und nebenbei auch noch für den Ölmulti Shell wirbt – ohne dass die Shell Pressestelle davon informiert gewesen wäre, wie “Focus Online” berichtet. Wohl auf Forderung von Shell wurde der Spot gelöscht – aber wie das im Internet so ist, dem kollektiven Langzeitgedächtnis der Menschen nicht nur für Wahlversprechen, es vergisst nicht und verliert nichts. Darum gibt es den CDU-Spot jetzt auch mit einer leicht geänderten Tonspur wieder im Internet. Sagte der Shell Super Plus tankende junge Mann vorher, neue Jobs in der Solarbranche würden ihm ja nun mal gar nichts bringen, erklärt er nun gleich dass ihm die ganze Umwelt egal ist. Die Gedankenwelt eines jungen CDU-Wählers ist hier zugespitzt auf den Punkt gebracht: WIR haben die Kraft zum gedankenlosen Egoismus!

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Erstellt am Freitag, 11. September 2009
Kategorie: Deutsch | Kommentieren »

Eindrücke von der Anti-AKW-Demo in Berlin (1)

Bilder von der Anti-AKW-Demo gibt es viele. Zeitungsartikel dazu auch, zB bei Spiegel Online, oder in der taz, die es “Comeback der Anti-Atom-Bewegung” titelt und schreibt: “Es geht wieder los“. Hier findet Ihr auch die gesammelten Tweets zum Thema.

Hier ein erstes Video, mit dem Statement des Grünen Landesvorsitzenden von Baden-Württemberg, Daniel Mouratidis. (Die Grüne Landesvorsitzende Petra Selg habe ich dort auch getroffen und gesprochen, so wie BundestagskandidatInnen Jörg Rupp und Ulle Schauws, Ex-Minister Renate Künast und Jürgen Trittin, die vielgefragte Thüringer Grüne Astrid Rothe-Beinlich, die Baden-Württembergischen MdBs Sylvia Kotting-Uhl, Winne Hermann und viele andere.)

Erstellt am Sonntag, 6. September 2009
Kategorie: Deutsch, Kurzmeldung, Video | Kommentieren »

Berlin, Berlin… wir ziehen nach Berlin… Und: Wir kommen mit Fakten!

Schwarz Gelb verhindern: ProAtom darf nicht regieren.

So kommst du noch zur Anti-Atom-Demo

Erstellt am Freitag, 4. September 2009
Kategorie: Deutsch, Termine, Video | Kommentieren »

Spielt Atomkraft bei deiner Wahlentscheidung eine zentrale Rolle? Ja – und umgekehrt!

http://s3.amazonaws.com/twitter_production/profile_background_images/5341980/WettachAntiAtomR.jpgJa, das Thema Atomkraft ist einer von 1Million Gründen, warum ich nicht zu den Piraten wechseln würde, die bei XING nicht nur die “Sonntagsfrage” dominieren sondern auch die Themensetzung. (die anderen Gründe sind in der Million Jobs,Jobs,Jobs gut zusammengefasst). Und umgekehrt wird diese Wahlentscheidung eine zentrale Rolle bei der Zukunft der Atomkraft spielen.

Mit ist Bildung wichtig, nicht umsonst bin ich Vorsitzender des Landeselternrates Baden-Württemberg, begleite im Kultusministerium die “Bildungshäuser 3-10″ und setze mich für ordentliche Rahmenbedingungen schon bei der frühkindlichen Bildung und Erziehung ein.

Mir liegt das Projekt Europa am Herzen, darum engagiere ich mich bei den europhilen Kräften der Europa-Union und in der BAG Europa der Grünen, diskutiere mit linken Euroskeptikern in der bundesweiten EU-AG von Attac und mit konservativen Euroskeptikern in der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft ASM wie Professor Starbatty oder bei den Briten mit MEP Daniel Hannan und der massiv EU-feindlichen Bruges Group.

Mir ist auch das bei Grünen gut aufgehobene Thema Antidiskriminierung wichtig, darum bin ich auch aktiv als European Antidiscrimination Counsellor beim European Antidiscrimination Council EAC. Aber:

Das Make-or-break-Thema für diesen Wahlkampf ist, auch wenn es im Online-Wahlkampf Zensursula und die Grünen Enthaltungen zu sein scheinen, die Entscheidung über die Zukunft unserer Energieversorgung – und zwar EU-weit. In diesen kommenden beiden Legislaturperioden muss der Ausstieg vollzogen werden, oder er wird von leichtfertigen Vertretern traditioneller Energiekonzerne gefährdet und damit unsere Zukunft aufs Spiel gesetzt. Nur der konsequente Atomausstieg (und der war auch für Grüne ein schwer errungener Kompromiss gegenüber der eigentlich erwünschten und geforderten Stillegung) sichert uns die Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien – und auch hin zu zunehmender Dezentralisierung der Energieerzeugung.

Angesichts der Piratendominanz bei der Sonntagsfrage in XING wundert mich nicht, dass auch das Thema Atomkraft zum weniger entscheidenden Thema (30% ja/ 70% nein) herabgevotet wird. Wichtig ist es allemal, nicht nur für Grünwähler, sondern auch für die Vertreter überkommener Energiestrukturen, deren Bemühen das hoffentlich letzte Aufbäumen dieserDinosaurier ist.

Am 05. September haben wir in Berlin die Chance, wie ein Jahr zuvor in Gorleben, machtvoll zu zeigen dass es keinen Ausstieg aus dem Ausstieg geben darf – und am 12. September, dass wir anders als andere (Steuern senken! HartzIV erhöhen! Netz befreien! SPD retten!) keine 1-Punkt-Partei sind. Weder thematisch noch in Wahlprozenten.

Mit grünen Grüßen aus Tübingen,
Wolfgang G. Wettach

Erstellt am Samstag, 8. August 2009
Kategorie: Deutsch | Kommentieren »

Am 04.Juli nach Neckarwestheim: Einfach mal abschalten!

Demo in Neckarwestheim

Atomkraft – Endlich abschalten!

Auf nach Neckarwestheim zur großen Demo gegen Atomkraft

Die Atomkonzerne EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall setzen alles daran, den Atomausstieg zu Fall zu bringen. Sie spekulieren darauf, ihre Milliarden-Profite aus den abgeschriebenen Atomkraftwerken nach der Bundestagswahl mit Hilfe von CDU/CSU und FDP zu retten. Dabei wollen wir nicht tatenlos zusehen. Denn für uns ist klar: Es darf keinen Ausstieg aus dem beschlossenen Atom-Ausstieg geben. Dies wollen wir deutlich machen und der Anti-Atom-Bewegung neuen Schwung geben. Lasst uns die Bundestagswahl auch zu einer Volksabstimmung gegen die Renaissance der Atomkraft machen!

Wir baden-württembergischen Grünen werden deshalb zusammen mit vielen anderen Organisationen am 4. Juli dafür demonstrieren, damit das AKW Neckarwestheim I im nächsten Jahr planmäßig still gelegt wird.

Deshalb: Macht mit – kommt alle und lasst und gemeinsam deutlich machen: Nein zum Ausstieg aus dem Ausstieg! Neckarwestheim abschalten!

Große Anti-Atom-Demo am 4. Juli in Neckarwestheim
  • Demo-Beginn um 13.30 Uhr: Auftaktkundgebung am Bahnhof Kirchheim/Neckar
  • Anschließend: Demonstrationszug und Hauptkundgebung vor dem Atomkraftwerk Neckarwestheim

Wir sind dabei:

  • Jürgen Trittin, MdB und Spitzenkandidat der Grünen für die Bundestagswahl
  • Fritz Kuhn, Fraktionsvorsitzender im Bundestag und Spitzenkandidat der baden-württembergischen Grünen für die Bundestagswahl
  • Kerstin Andreae, MdB und Spitzenkandidatin der baden-württembergischen Grünen für die Bundestagswahl
  • Petra Selg, Landesvorsitzende der baden-württembergischen Grünen
  • Daniel Mouratidis, Landesvorsitzender der baden-württembergischen Grünen
  • Sylvia Kotting-Uhl, MdB
  • Alex Bonde, MdB
  • Gerhard Schick, MdB
  • Franz Untersteller, MdL
  • Harald Dolderer, Schatzmeister der baden-württembergischen Grünen

Erstellt am Samstag, 27. Juni 2009
Kategorie: Deutsch, Kurzmeldung, Termine | Kommentieren »