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DESERTEC – Woher kommt der Strom der Zukunft?

DESERTEC – Woher kommt der Strom der Zukunft?

Informationsveranstaltung der Grünen in Baden-Württemberg

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Desertec steht neben reinem Wüstenstrom für die Idee, durch neuartige Hochspannungsnetze die Potenziale für Solarenergie in Nordafrika, die Windpotentiale am Atlantik und die Speicherpotenziale in Skandinavien zu verbinden. Durch massiven Ausbau von Solarthermischen Kraftwerken in der Wüste und Windkraftwerken an der Küste und Offshore soll eine vollständig regenerative Stromversorgung möglich werden.

Desertec ist hochumstritten. Anhänger dezentraler Strukturen wie Eurosolar sehen Desertec als Konkurrenz für regenerative Energieerzeugung bei uns. Politiker befürchten einen nicht leistbaren Finanzaufwand und neue Abhängigkeiten. Wollen die beteiligten deutschen Konzerne überhaupt 100% Erneuerbare oder etwa vor allem iAtomkraft als „Brückentechnologie“ bis zur Fertigstellung des langfristigen Projektes weiter betreiben? Und wollen die nordafrikanischen Staaten überhaupt Strom nach Europa verkaufen?

Welche Perspektiven Desertec tatasächlich bietet, ist Gegenstand eine hochkarätig besetzen Veranstaltungen der drei Landesarbeitsgemeinschaften der Grünen für Internationales, Ökologie und Europa. Sie findet statt am 13.11.2010 von 11.00 bis 15.00 Uhr im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. In zwei Podien werden technische und wirtschaftliche Grundlagen sowie entwicklungs- und europapolitische Aspekte diskutiert.

Der Energieexperte der Landtagsfraktion, Franz Untersteller, moderiert das erste Podium. Dafür wurde mit Dr. Franz Trieb vom DLR einer der „Väter“ der Idee Desertec gewonnen. Den Part der Kritiker nimmt Fabio Longo von Eurosolar ein. Paul von Son wird als Vertreter von „Desertec Industrial Initiative“ die Sicht der Industrie darstellen, und Rebecca Harms referiert, was die Grünen im Eurpapolitik von Desertec halten.

Das zweite Forum moderiert Gisela Splett als entwicklungspolitische Expertin der Landtagsfraktion. Ein Experte der GTZ und der Vertreter einer nordafrikanischen Botschaft diskutieren mit Desertec-Expertin Dr. Isabelle Werenfels von der Stiftung Wissenschaft und Politik und unserer angefragten MdEP Heide Rühle über die entwicklungspolitischen Perspektiven von Desertec. Genügend Raum ist auch für die Diskussion mit den Teilnehmern der Veranstaltung vorgesehen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Da nur Platz für 100 Teilnehmer ist, wird um frühzeitige Anmeldung gebeten an Niklas Sieber, niklas.sieber@gmx.de.

Änderungen vorbehalten. Weitere Informationen auf den Webseiten der beteiligten LAGs. Für den Text: Gerhard Bronner und Wolfgang G. Wettach

Erstellt am Sonntag, 11. Juli 2010
Kategorie: Deutsch, Energie, GrüneBW, Termine, Umwelt | Kommentieren »

Wie man eine Bombe entschärft und eine Rede hält – Rückblick mit Bildern auf die BDK in Rostock

Mit dem Nachtzug über Düsseldorf fuhr ich zur 31. Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) der Grünen in Rostock. Die Route hatte zur Folge, dass ich nicht nur ausgeschlafen war, sondern auch rasch nicht allein in meinemZug, einem der wenigen nach Rostock führenden ICs: Die NRW-Grünen kamen, geführt vom Landesvorsitzenden Arndt Klocke und Sven Lehmann, dazu, gefolgt von Peter Alberts, Wilhelm Achelpöhler und anderen. Letzterer führte schon auf der Zugfahrt aus, wo er mit Zahlen belegt die “bürgerlichen Schichten” sieht, für die Grüne jetzt Politik machen sollen: In Münster wo klar grünlinke Politik gemacht wird, nicht im Saarland, wo 1/10 der Beiträge pro Person gezahlt werden. Wilhelm brachte mir auch den Brief der Englischen Grünen(rechts im Bild) zur Kenntnis, die klar zum Abzug aus Afghanistan aufrufen.

Eröffnet wurde dieser Parteitag mit einer guten und kämpferischen Rede der Bundesvorsitzenden Claudia Roth:

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Erstellt am Dienstag, 27. Oktober 2009
Kategorie: Deutsch, Fotos | 2 Kommentare »

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Erstellt am Donnerstag, 15. Oktober 2009
Kategorie: Deutsch, Kurzmeldung | Kommentieren »

Schwarz-Gelb wollen mehr Atommüll produzieren – ohne zu wissen, wohin damit

Schwarz Gelb verhindern: ProAtom darf nicht regierenWie jetzt bekannt und schon länger befürchtet wurde, hat die neue CDU/CSU/FDP-Koalition sich zwar noch nicht auf “Freie Gentechnik für Freie Felder“, aber bereits auf das Ende des Atomausstiegs geeinigt, auch wenn Details zu den Auflagen noch fehlen. Sicherer sollen sie werden, die AKWs, und der Gewinn irgendwie (zu 50% -CDU- oder “überwiegend” -FDP-) in die Erneuerbaren Energien fliessen, damit, so Umweltministerin Tanja Gönner, der Wechsel zu den Regenerativen schneller vorangehen kann. Dass die Atommüllfrage gelöst sei oder die Lagerung auch “sicherer” werden soll hat niemand behauptet.

Vier Unterschriftensammlungen und zwei Petitionen geben den BürgerInnen, die warten müssen bis sie für CDU und FDP wieder gefragte WählerInnen sind, die Möglichkeit, sich mit ihrem guten Namen gegen mehr Atomkraft und damit mehr Atommüll einzusetzen:

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Erstellt am Freitag, 9. Oktober 2009
Kategorie: Deutsch | 1 Kommentar »

Grüne, Wirtschaft und Re-Branding

Es gibt, wie mir immer wieder bewusst wird, ja nicht nur Facebook. Es gibt zum Beispiel auch das Business-Netzwerk XING, wo ich schon unterwegs war als es noch “openBC” hiess und wo die Grünen eine eigene Gruppe haben. Dort gibt es dieser Tage die von Alexander von Fintel angestossene Diskussion: “Namensfrage: Wenn wir nicht nur Öko-Partei sind, müssen wir dann nicht anders heissen?Die Logik dabei ist, dass wir in Deutschland uns zur Volkspartei wandeln und

Link zur BDK Rostock

“Grün” und “Sonnenblume” aus der Vergangenheit bei diesem neuen Weg stören könnten, weshalb nach einem ReBranding als Partei mit Wirtschaftskompetenz (und ohne Sonnenblumen) gefragt war. Dies ist mein Beitrag dazu:

Was mich als erstes an dieser Diskussion gestört hat ist der Tellerrand.

Liebe Freundinnen und Freunde, Deutschland ist keine Insel und Bündnis 90/Die Grünen dürfen keine Leichtmatrosen werden, die mit neuem Floß losfahren wollen.

Es ist ja gut, dass Ihr wahrgenommen habt, dass das ReBranding bei der Bundestagswahl stattgefunden hat: JobsJobsJobs (und zwar nicht Steve) und “Aus der Krise hilft nur Grün” waren die Slogans.

Schon zuvor haben wir dieses Politikfeld klar besetzt, nämlich bei der Europawahl: “Mit Grünen Ideen aus der Krise”, das Plakat in dem die gelbe Sonnenblume unseres Logos zum Zahnrad der Wirtschaft wurde, ist massenhaft als Großplakat zum Einsatz gekommen, via “Meinplakat.guene.de”.

Die Vorarbeit hat dazu vor allem Fritz Kuhn geleistet, auch wenn der Begriff der “Grünen Marktwirtschaft” zur Europawahl durch den inflationär verwendeten “Green New Deal” ersetzt wurde, der zur Bundestagswahl “Neuer Grüner Gesellschaftsvertrag” hiess und statt europaweit 4Mio nun 1Mio deutsche Jobs schaffen sollte. Wir drehen das – und wandeln uns dabei.

Wesentlich ist aber: Weiterlesen »

Erstellt am Freitag, 9. Oktober 2009
Kategorie: Deutsch | 1 Kommentar »