Rheinland-Pfalz wählt Europa! Wahlpodium der Europa-Union Rheinland-Pfalz in Worms

Beim grossen Europa-Podium des Europa-Union Landesverbands Rheinland-Pfalz in Worms traf ich unter Moderation des Vertreters der Wormser Zeitung auf drei MEPs.

Viel Zustimmung für meine Beiträge, aber wenig Unentschiedene im recht vollen Burgundersaal. Die Debatte war eher in Blöcke aufgeteilt: RotGrün argumentierte gegen SchwarzGelb, alle vier gegen den Rechtspopulismus der AfD und ihrer Freunde, alle vier für ein starkes, gemeinsames Europa. Weiterlesen »

Erstellt am Mittwoch, 30. April 2014
Kategorie: Europa, Europa-Union | Kommentieren »

3 Jahre, 3 Orte: Fukushima – Cattenom – Fessenheim

Heute vor drei Jahren kam es, nach Harrisburg / Three Miles Island 1979, nach Tschernobyl 1986, zur Katastrophe von Fukushima. In Deutschland hat man die Konsequenz gezogen und den endgültigen Atomausstieg beschlossen. Nicht schnell genug, nicht ambitioniert genug und um den Preis dass sich die Kohlelobby in den Vordergruind spielt während man heute versucht, die echte Energiewende abzuwürgen. Aber immerhin. Ich bin aber noch nicht fertig mit dem Thema sondern mitten-drin im Einsatz für einen europaweiten Atomausstieg!

Für eine echte Sicherheit brauchen wir die Stillegung aller Atomanlagen. Das zeigt sich nicht nur nach den Erfahrungen von Tschernobyl, dessen radioaktiver Output heute noch in manchen Böden Süddeutschlands zu finden ist, es langt nicht, nur in Deutschland auszusteigen. Gerade an der Rheinschiene ist man sich dessen schmerzlich bewusst, da besonders grosse, besonders alte und besonders störungsanfällige Reaktoren nahe der deutschen Grenzen sind: Cattenom und Fessenheim in Frankreich an erster Stelle.

Anlässlich dessen haben GRÜNE europaweit heute darauf hingewiesen, dass der Atomausstieg europaweit werden muss. Anlässlich dessen haben GRÜNE und andere sich dieser Tage an vielen Orten für die Stillegung aller Atomanlagen demonstriert. Ich war dieser Tage in mehreren Ländern vor Ort dabei – drei Bilder zum Beispiel und Beleg:

https://fbcdn-sphotos-c-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/t1/1184861_10202413351308967_2038739394_n.jpg

Mit MdL Stephanie Nabinger bei der Kundgebung von “Cattenom Non Merci” mit Luxemburgern, Deutschen und Sortir Nuclaire aus Frankreich im Dreiländereck von Perl, nahe der Brücke von Schengen

Mit MdL Josha Frey auf der Dreiländerbrücke zwischen Weil am Rhein und Huninge, im Dreiländereck Deutschland – Frankreich – Schweiz, über die wir mit AktivistInnen aus allen drei Ländern nach einer gelungenen Kundgebung, auch gegen die Museumsmeiler von Beznau und Mühlenberg in der Schweiz, eine Menschenkette gespannt haben, auch um zu zeigen, dass das Thema grenzüberschreitend dringend ist.

Mit MdL Reinhold Pix direkt vor den Toren des AKW Fessenheim. Auch Ex-MdB Till Seyler, MdL Bärbl Mielich, MEP Sandrine Bélier (mit vielen Mitgliedern von EELV), die GRÜNE im KoKreis von ATTAC, der Sprecher der BAG Ökologie und Freunde von der LAG Europa waren dabei…

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Erstellt am Dienstag, 11. März 2014
Kategorie: Atomkraft, Deutsch, GrüneBW, Internationales, Umwelt | Kommentieren »

Was passiert gerade in Fukushima?

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Bild: CC von http://www.flickr.com/photos/hinkelstone/

Ein Bericht aus dem betroffenen Gebiet in Nord-Japan wurde von Dr. Shin Yoshida (Universität Heidelberg) heute in der Albert-Schweitzer Kirche in Tübingen gehalten. Zuletzt in diesem Mai war er dort gewesen und berichtete aus erster Hand. Eingeladen war er von der Kirche und der “Fukushima-Mahnwache” Tübingen, die seit Fukushima die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke fordert (und zu deren Unterstützern auch der Stadtverband Tübingen der Grünen und die Alternative Liste (AL) gehören.

Er gehört zu den Unterstützern eines Heims für behinderte Kinder im 50km Radius, die zumeist von ihren Familien abgeschoben wurden, und beteiligt sich auch selbst an der Dekontaminierungsarbeit in Fukushima – Ishinomaki in Miyagi.

Seit der Katastrophe ist ein Jahr vergangen. Für viele Menschen ist diese Katastrophe schon Vergangenheit. Dennoch haben die direkt Betroffenen nach wie vor viele Schwierigkeiten und Probleme und leiden unter dem Verlust nahestehender Menschen. Die Katastrophe will kein Ende finden. Vor allem können wir immer noch nicht genau sagen, in wie weit Fukushima radioaktiv verseucht ist. Was passiert gerade in Fukushima? Herr Dr. Shin Yoshida, der als Vermittler zwischen dem Evangelischen Missionswerks in Südwestdeutschland (EMS) und der United Church of Christ in Japan (UCCJ) arbeitet, war an Dekontaminierungsarbeiten in Fukushima beteiligt und im betroffenen Gebiet in Nord Japan ehrenamtlich tätig. Er berichtet von der dortigen aktuellen Situation.

Zum einen ist die Dekontaminierung eine Sysiphusarbeit, weil immer wieder wenn verseuchter Boden abgetragen wurde der Wind wieder neue Belastung heranträgt. Zum anderen weiss nachher keiner, wohin mit dem deutlich stärker strahlenden Abraum.

Gesunde Ernährung ist ein Problem: Wegen der radioaktiven Belastung lässt sich in der Region erzeugtes Obst und Gemüse nicht in Tokyo verkaufen. Im Umkehrschluss führt das dazu, dass das einzige was bleibt ist, dass es in der Region selbst verzehrt wird – im Supermarkt in Fukushima etwa gibt es praktisch nur noch Nahrung aus der Region, was zur weiteren Kontaminierung der BEvölkerung beiträgt.

Artikel 25 der japanischen Verfassung garantiert ein Mindestmaß an gesundem Leben und Kultur, was durch die Kontaminierung um Fukushima durchaus in Frage gestellt ist.
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Erstellt am Donnerstag, 5. Juli 2012
Kategorie: Atomkraft, Gastbeiträge, Internationales | Kommentieren »

Der Castor ist da – der Kampf gegen Atomkraft geht weiter! Termine

Schon 2005 der Kampf: Keinen Rückfall ins Atomzeitalter

Der 13. CASTOR Atommülltransport, der vorerst letzte aus der WAA La Hague in Frankreich ist angekommen, nach einer Rekordzeit unterwegs durch Proteste und Blockaden von Sortir Nuclaire in Frankreich, die Südblockade bei Berg und den Widerstand vor Ort in Lüchow-Dannenberg.

Der Protest gegen Atomkraft, über den deutschen zu langsamen “Atomausstieg” hinaus, geht auch international weiter. Hier ein paar Termine:

  • 6-8.12,2011 Internationale Anti-Atom-Konferenz in Vilnius (Litauen) mit Schwerpunkten auf Atommüll und AKW-Neubauprojekte in Belarus, Litauen, Kaliningrad: http://nuclear-heritage.net
  • 11.-15.01.2012 International Network Gathering in Kuusawo (Finnland) http://nuclear-heritage.net
  • 04.02.2012 Internationale Urankonferenz, Münster – www.sofa-ms.de – www.urantransport.de
  • 11.03.2012 Demo(s) in Belgien/Thiange oder Doel (4 AKW-Reaktoren bei Antwerpen) und Mol. http://www.anti-akw-ac.de
  • 30.07.-03.08.2012 International Network Gathering in Mannsdorf (Mittelsachsen) http://nuclear-heritage.net
  • 11.08.2012 Olkiluoto-Blockade (Finnland), http://olkiluotoblockade.info
  • Bis 01.09.2012 – Internationale Kampagne für die Stilllegung aller AKWs weltweit von ICOR und ILPS: http://www.icor.info/de

Seid ihr dabei?

Erstellt am Donnerstag, 1. Dezember 2011
Kategorie: Aktionen, Atomkraft, Europa, Internationales, Termine | Kommentieren »

Konsens oder Nonsens? Warum es immer schwerer fällt “Nein” zu sagen, der Widerstand aber weiter geht.

Als die mächtigste Merkelin aller Zeiten, die Kabarettisten sie gerne nennen, mit der Idee vom Anti-Atom-Konsens kam, war es wenig mehr als eine Floskel, und wo es nach mehr als einer Floskel aussah war es wohl vor allem ein taktisches Manöver im Wahlkampf, in einem Jahr in dem viele Wahlen anstehen, die CDU die Mehrheit in ihrem Stammland Baden-Württemberg verloren hat und in der jüngsten Wahl im Bundesland Bremen sogar nur auf dem dritten Platz nach SPD und Grünen landete, in einem politischen Klima in dem es geschehen könnte, dass die CDU bei der Wahl im Bundesland Berlin nach Grünen, SPD und Linken sogar nur auf dem vierten Platz landet.

Euer Nonsens ist kein Konsens

…war die Formel der Anti-AKW-Bewegung, als es so aussah als würde man sich auf den Atomausstieg zubewegen, aber dafür vielleicht einen Teil der Altmeiler wieder ans Netz nehmen. “Alle 7 ältesten Reaktoren und der Pannenreaktor Krümmel dürfen nie wieder ans Netz” war die Forderung – und sie scheint jetzt tatsächlich erfüllt zu werden.

Das nächste war das Ausstiegsdatum: 2014 wie die LINKE es fordert, 2015 wie Greenpeace es für machbar hält, oder 2017 wie die Grünen sagten, als Endpunkt einer möglicherweise 2013 beginnenden Amtsperiode im Bund? 2020 wie SPD und Umweltministerium meinten? 2020-23 wie selbst der Bund der Energie- und Wasserwirtschaft meinte? Als die schwarzgelbe Regierung sich auf 2021 für den weitgehenden und 2022 für den völligen Ausstieg festlegte, mit Stillstand für alle 8 abgeschalteten Moratoriums-Meiler, klagten die Medien schon warum wir AKW-Gegner jetzt uns nicht trunken vor Glück zurücklehnen und zufrieden sind. Die Grüne Fraktionsspitze in Form von Jürgen Trittin zeigte sich verhandlungsbereit aber bei weitem nicht überzeugt. Selbst dieser Ausstieg, so wies er nach, wäre gegenüber dem Rot-Grünen Atomausstieg von vor Jahren noch eine “Laufzeitverlängerung Light”.Die restlichen AKWs wären länger, 6 bis Ende 2021, zum Teil 3 bis Ende 2022 weitergelaufen. Ob man dann hätte mit einem Schlag aan einem Tag aussteigen können? Fraglich.

GRÜNE und Umweltverbände haben gefordert, es müsse klare Enddaten für jeden der restlichen 8 Meiler geben – und auch in diesem Punkt kam die Kanzlerin uns entgegen: Ein wichtiger Schritt. Mein Kommentar:

Wenn die Regierung jetzt einen Atomausstieg anstrebt, der feste Endjahre 2015-2022 für jedes der restlichen AKWs rechtlich bindend festschreibt, dann ist das etwas worüber wir reden sollten: Über das Kleingedruckte, über das Ungeklärte und das Notwendige: Die 3 E-s: Endlager, Einspeisevergütung, Emmissionshandel. Weiterlesen »

Erstellt am Freitag, 3. Juni 2011
Kategorie: Aktionen, Atomkraft, Deutsch, Energie, Fotos, GrüneBW, Partei, Reden | Kommentieren »