Unterstützung für einen guten Zweck: Ein Lichtblick für das Hasenbergl

Ein Bild des Künstlers Peter Wittmann bei Sothebys. Bild: CC-BY-SA Wettach Bereits vor ein paar Tagen war ich im Rahmen meiner vielfältigen Termine in München, diesmal im Einsatz für soziales Engagement, für einen guten Zweck. Eine Charity-Auktion von Bildern des Malers Peter Wittmann beim Traditionshaus Sotheby’s. Hier ging es nämlich darum, die gute Arbeit des von Johanna Hofmeir geleiteten Projekts Lichtblick im Münchener Stadtviertel Hasenbergl, mehr Ghetto als Vorstadt, auf eine stabile Grundlage zu stellen. Mit der von Georg Randlkofer (Haus Dallmayr) gestarteten Stiftung Lichtblick Hasenbergl soll es möglich werden, dass die Arbeit vor Ort, die Kindern eine neue Perspektive und Zukunftschancen eröffnet, ganz praktisch von der Betreuung in Krisen über kreative Projekte bis zur Lehrstellenvermittlung, künftig aus dem Ertrag der Stiftung getragen werden soll, und damit vom Bangen um die Fortsetzung der Höhe städtischer oder kirchlicher Finanzierungen oder dem Eintreffen von Einzelspenden befreit.

Hasenbergl? Wer das Hasenbergl nicht kennt, oder nur als Heimat der lustigen von Michael “Bully” Herbig geförderten Jungs “Erkan & Stefan”, könnte sich ja einmal den Grimme-Preis nominierten Spielfilm “Ghettokids” von Christian Wagner anschauen oder das Buch von Susanne Korbmacher dazu lesen, beides auch leihweise von mir zu haben, zB in der Kombination über BookCrossing als BuchRing oder BuchLeihe. Susanne Korbmacher macht dort mit dem Verein Ghettokids ebenfalls Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, im Kultur-orientierten Projekt Lichttaler (Siehe hier den Trailer von “Planet Hasenbergl”) Wer sehen will wie die “Ghettokids” sich selbst darstellen, findet das hier bei YouTube.

Warum interessiert mich das? Ich bin überzeugt, dass gute und wichtige Arbeit gegen die massiven sozialen Probleme in den Randbereichen der Städte nicht dadurch besser wird, dass Menschen die Fäuste in der Tasche ballen und auf “die da oben” in Berlin oder Brüssel schimpfen – sondern nur dadurch, dass auf kommunaler Ebene Menschen selbst aktiv werden, Menschen an die Hand nehmen und mit ihnen gemeinsam etwas aufbauen. So wie Johanna Hofmeir (Projekt Lichtblick) und Susanne Korbmacher (Ghettokids/Lichttaler) das vorbildlich machen.
Und Jugendliche aus dem Hasenbergl, auch eines der im Film mitspielenden Ghettokids, habe ich selbst erlebt als ich 2003 einen Lehrauftrag an der Deutschen Angestellten Akademie (DAA) in München hatte, wo ich nicht nur den Kaufleuten von morgen Betriebswirtschaftslehre und Business Englisch vermittelt, sondern auch im EU-Projekt XENOS mit anderen zusammen Unterrichtseinheiten gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus entwickelt habe. In dieser Zeit wurden nämlich auch benachteiligte Jugendliche im selben Haus unterrichtet, die eine letzte (?) Chance erhielten, doch noch den Hauptschulabschluss nachzumachen. In der Begegnung mit diesen jungen Menschen habe ich einen recht realistischen Eindruck bekommen vor was für Schwierigkeiten sie stehen – und dass sie unsere Unterstützung dabei verdienen, sich aufzubauen und auszubilden.

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Mein Artikel bei WikiNews:

Ein Lichtblick für das Hasenbergl: Auktion bei Sotheby’s in München

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten

Veröffentlicht: 20:10, 2. Jun. 2008 (CEST)
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Der Künstler Peter Wittmann vor einem seiner Bilder

 

Der Künstler Peter Wittmann vor einem seiner Bilder

München (Deutschland), 02.06.2008 – Beim Auktionshaus Sotheby’s am Münchener Odeonsplatz fand am Donnerstag, den 29. Mai eine ungewöhnliche Auktion statt. Kunst hatte man dort schon oft versteigert – sonst aber nicht mit so geringen Startbeträgen und selten für einen solchen Zweck. Bilder des Künstlers Peter Wittmann, teilweise für diesen Zweck gekauft von Peter Eduard Meier vom gleichnamigen Schuhhaus, teilweise zugestiftet vom Künstler selbst, wurden von Dr. Philipp Herzog von Württemberg im traditionsreichen Auktionshaus Sotheby’s in München versteigert. Ziel der Auktion war eine Vergrößerung des Stiftungsvermögens der gemeinnützigen „Stiftung Lichtblick Hasenbergl“, die Georg Randlkofer, Leiter des traditionsreichen Kaffeehauses Dallmayr, ins Leben gerufen hatte und aus der die Arbeit im Projekt der „Lichtblick Hasenbergl“ der Münchenerin Johanna Hofmeir unterstützt und schließlich getragen werden soll. Zu den Unterstützern gehört auch der Präsident von Sotheby’s Deutschland, Heinrich Graf von Spreti sowie der Innenminister Bayerns, Joachim Herrmann.

Während die kleineren Arbeiten und Skizzen nach heißen Bietkämpfen deutlich über dem Schätzpreis weggingen, konnte, wer eines der größeren Bilder ersteigern wollte, schöne Werke zum fairen Preis erwerben. Der ursprünglich aus Regensburg stammende Künstler, geboren 1951, der 1968 mit der Malerei begann, wurde in seiner Zeit in Indien von der Freundschaft mit dem naturalistischen Maler Alfred W. Hallett und dem künstlerischen Kontrast zu ihm geprägt. Seine Bilder sind nach vielen Ausstellungen in einigen privaten und öffentlichen Sammlungen zu finden. Mit der Auktion dieser Bilder wurde bisher schon eine Summe von 30.000 Euro erlöst, die in vollem Umfang der Stiftung zugute kommen. Insgesamt kann die Aktion, auch wegen des kostenlosen Engagements so vieler Personen und Firmen, als voller Erfolg bezeichnet werden.

Quellen

Originäre Berichterstattung

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Ein Kommentar zu “Unterstützung für einen guten Zweck: Ein Lichtblick für das Hasenbergl”

  1. Brunsbüttel reloaded - “Energiepolitischer Amoklauf” - Grüne Kraft für Europa - Wolfgang G. Wettach - http://gruene.wettach.org schreibt:

    [...] es denn da keinen Lichtblick? Für das Hasenbergl gibt es ihn zwar, für Freunde des “selbstgemachten Atomausstiegs” gibt es ihn jedoch nicht. Denn [...]

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