Wie Politik gemacht wird: Grüne und Piraten

Für diejenigen, die einfach mal wissen wollen, wie Politik gemacht wird und wie das für die Menschen ist, die das tun, gibt es nach den ganzen Parteitagen eine ganze Reihe Hashtags auf Twitter, die diese nachvollziehen lassen: #bdk11 für die Grünen, #spdbpt oder #spd11 für die SPD, die sich da nicht einig war, #bpt112 für die Piraten…

Daneben aber gibt es aktuelle Portraits der Politischen Geschäftsführerin der Piraten, Marina Weisband (“Ich bin ein Kind des Internets” in Berliner Zeitung), und der Bündnisgrünen, Steffi Lemke (“Die grüne Dompteuse” in Cicero), die einen differenzierten Blick ermöglichen, im derzeit noch deutlichen Kontrast auch des Auftretens.

Aber auch im Video der Parteitage zeigt sich (a) wie Politik gemacht wird und (b) der Unterschied. Besonders gelungen ist diese Dokumentation “Wir spinnen Ideen weiter” auf YouTube, die dem Weg von drei unterschiedlichen Personen, einem Altdelegierten, einer Neudelegierten und einem Mitglied der Antragskomission. Nach diesem Film versteht man, wie ein grüner Parteitag funktioniert:


Auch vom Piratenparteitag in Offenbings gibt es Videos die einen Eindruck geben: Caro Korneli von Extra3 versucht die Piraten zu verstehen, Oliver Welke versucht in der heute-show den Piratenparteitag zu erklären und der gelegentlich übertrieben selbstverliebte Christopher Lauer versucht das auf dem Parteitag der Piraten auch gleich selbst.

Eine Analyse und Positionsbestimmung der Piraten nach dem Parteitag hat Jakob Jung in seinem Blog vorgenommen.Sein Fazit ist mindestens diskussionswürdig:

Die PIRATEN beschränken sich insofern darauf, gemeinsame Wunschzettel mit hohem Zustimmungspotenzial auszufüllen. Den Preis hierfür, nämlich eine klare Positionierung in Bezug auf die Frage, wer für was aufkommen soll, ein deutliches Bekenntnis zu einer solidarischen Gesellschaft oder die Forderung nach einer gerechten Verteilung von Ressourcen und Optionen, will die Partei jedoch nicht zahlen.

Wenn sich hieran in der Zukunft nichts ändert, dann ergibt sich der politische Standort der Partei ganz von selber: Sie wird dann in die Nachfolge der sterbenden FDP eintreten und hauptsächlich eine modernere Version von Liberalismus anbieten. (ebenda)

Mein Fazit ist: Beide Parteien wachsen, beide stellen sich, von ganz unterschiedlicher Position aus, immer mehr Themen, immer mehr neuen Mitgliedern, die wie die Geschäftsführerinnen sagen auch gleich aktiv werden wollen und integriert werden müssen. Mein Wunsch bleibt, dass beide koalitionsfähig bleiben und werden – und wachsen. Für eine Grün-Orange Koalition 2030. Wenn ich dann noch bin werde ich auch dann noch Aktiver Grüner – und Freund mancher Piraten – sein.

Ein Kommentar zu “Wie Politik gemacht wird: Grüne und Piraten”

  1. Bernd schreibt:

    In deiner Aufzählung fehlt der Phoenix bericht, die hatten einen gelungenen Zusammenschnitt einiger Debatten.

    Sie können sich zwar nicht einigen ob sie die Internet Rechte an Ihrem eigenen Video haben, aber auf YT isses auf jeden Fall: http://www.youtube.com/watch?v=-x_jDB0KGPE

    Gruss
    Bernd

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