Donauraumstrategie als Impuls für Europa? Das Beispiel Rumänien

Donauraum-Strategie Diskussion in Ulm

Donauraum-Strategie Diskussion in Ulm

Am Freitag diskutierten wir auf Einladung der Europa- Union und des Donau- Büros Ulm über “Die Donauraumstrategie als Impuls für Europa? Bürgerliches Engagement in Rumänien“. Als Mitglied des Landesvorstands der EUD und Grüner Europapolitiker aus Baden-Württemberg war ich mit dabei und diskutierte mit, zumal uns GRÜNE das Thema in der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG Europa) seit längerem und noch eine Weile beschäftigen wird. Auf dem Bild sieht man als Diskutierende Ulms Ersten Bürgermeister Czisch, die regionale Europaabgeordnete Jeggle (CDU), den Moderator Florian Setzen, Geschäftsführer des Europa-Zentrums Stuttgart, den Rumänienkoordinator des Donaubüros, Herrn Rill, sowie für den Arbeitskreis Donaustrategie der Europaunion den Journalisten Werner Henn.

Henn war selbst einst als Journalist noch bei einer deutschsprachigen Zeitung in Timisoara beschäftigt gewesen und hatte sich an einer gerade in der Vorwoche gemachten Delegationsreise nach Rumänien beteiligt, bei der er vieles im Argen liegend fand.

Die unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten brachten auch unterschiedliches Herangehen zur Donauraumstrategie und, jeweils individuell gefärbt, auch unterschiedliche Einschätzungen Rumäniens und wie weit die dortige Demokratie von unserem Verständnis von Bürgergesellschaft noch entfernt ist.
Die ersten beiden waren eher bereit, das Bestehende -etwa einen der regionalen Subsidiarität sehr abträglichen Zentralismus in dem alles über die Hauptstadt Bukarest geht- als gegeben hinzunehmen und Verbesserungen zu begrüssen und zu begleiten, während die letzteren beiden unter dem Eindruck einiger Reisen oder einer jüngst gemachten vor allem viele Kritikpunkte und einige Skepsis über Rumänien, von der Mittelverwendung bis zur fehlenden Zivilgesellschaft, beizutragen hatten. Über das Potential Rumäniens, ein wesentlicher Akteur der Region zu werden waren wir uns alle einig, im Optimismus oder dem Fehlen desselben unterschieden wir uns. Meine Sorge bezog sich auch und vor allem auf die Rolle Rumäniens als Verlierer beim demographischen Wandel und der innereuropäischen Migration: Die Zentren, als Leuchttürme, funktionieren aber das Land drum herum verödet und Kleinstädte wie auch Felder verfallen.

Ergänzt wurde die sehr gut besuchte Diskussion durch eine Ausstellung des Donaubüros zum rumänischen Donaudelta sowie durch regionale rumänische Spezialitäten vom Essen bis zum Wein – sowie durch die Gespräche, die bei Snacks und Wein dann fortgeführt wurden.

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