Der Flotten-Effekt: Warum eine starke EU gut für ihre kleinen Mitglieder ist

Der Harvard-Research Fellow Adam Price, ehemaliger Parlamentsabgeordneter für die walisische Regionalpartei Plaid Cymru, hat im Auftrag der Europaabgeordneten Jill Evans (Fraktion GREENS/EFA) eine Studie erstellt, die zum Ergebnis kommt, dass die kleinen Mitglieder der Europäischen Union von dieser Union umso mehr profitieren je stärker die Union ist, die Flotte in der auch die kleinen Schiffe den Schutz der grossen geniessen. Für Großbritannien heisst das dass eine größere Selbständigkeit der kleineren Nationen von den Entscheidungen in Westminster diesen im europäischen Rahmen wirtschaftlich nur nutzen würde. Konkret errechnet er, dass ein etwa seit dem Mauerfall unabhängiges Wales heute 39% wohlhabender wäre als unter der Hoheit von Whitehall.


Dylan Jones-Evans, ein Wirtschaftsberater der Konservativen, sagt in dem BBC-Artikel zum Thema dass er daran zweifelt dass ein unabhängiges Wales sich auf die Zukunft ausrichten könnte, weil es sich den ungelösten Problemen wie der Armut in den Tälern von Süd-Wales zuwenden müsste. Natürlich hat unsere Partnerpartei dafür einen Plan, einen “Greenprint for the Valleys”, aber in einem hat Jones-Evans recht: Die Konservative Regierung von David Cameron geniesst den Luxus solche Probleme an ihrer Peripherie zu ignorieren und betrachtet Wales nur als Nutzfaktor, um es ansonsten zu ignorieren.

In einem starken europäischen Rahmen könnten ein zunehmend unabhängiges Wales, ein unabhängiges Schottland neben dem großen England und -so wie Tadic derzeit sich äussert- auch ein unabhängiges Kosovo neben Serbien, gedeihen. (PDF-Download des Flotilla-Reports)

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