Montags gegen Atomkraft – Bundesweit, auch in Tübingen 18Uhr Holzmarkt

Montags gegen Atomkraft

Montags gegen Atomkraft

Schon seit längerem gibt es in vielen Städten bundesweit einen Montagsspaziergang gegen Atomkraft und gegen die Laufzeitverlängerung für die überalterten Schrottmeiler.
Während der kraftvollen Demonstration der über 60.000 Menschen bei der Menschenkette von Stuttgart nach Neckarwestheim hat sich die Situation im japanischen Atomkraftwerk Fukushima immer weiter zugespitzt. Auch seither hören wir stündlich neue besorgniserregende Meldungen aus Japan – und von einer schwarzgelben Regierung im Bund und im Land, die vom verfehlten Kurs der Laufzeitverlängerung nicht lassen will. Aus den Stellungnahmen der UnionspolitikerInnen kann man durchaus verschiedenes herauslesen – dass etwa Bundeskanzlerin und Ex-Umweltministerin Merkel bereit wäre, sich von den Unionskollegen zum “Abschied vom Ausstieg aus dem Ausstieg” (wie SPD-Parteichef und Ex-Umweltminister Gabriel es so lahm formulierte) überreden zu lassen, dass die CSU bereit wäre sich von der Laufzeitverlängerung dann zu verabschieden wenn die Wahlstrategen wirklich davon überzeugt wären dass das der Union viel mehr nutzen als schaden würde, auch dass Umweltminister Röttgen gerne etwas schneller aussteigen würde wenn er nur die Kraft und den Rückhalt etwa der Kanzlerin dazu hätte. Hat er aber nicht.

Die Grünen in Baden-Württemberg haben klare Worte zur “Sicherheit” von Atomkraftwerken gefunden: Atomkraft ist nicht beherrschbar. Der Spitzenkandidat Kretschmann macht die Forderung klar:

„Wir müssen raus aus dieser Risikotechnologie, so schnell wie möglich. Neckarwestheim I und Philippsburg I müssen sofort vom Netz genommen werden. Die Atomlaufzeitverlängerung muss zurückgenommen werden. Ministerpräsident Mappus hat diese lange Laufzeitverlängerung gegen seinen eigenen Umweltminister Röttgen an den Ländern vorbei durchgesetzt. Er steht in besonderem Maße in der Pflicht, dass diese Laufzeitverlängerung umgehend rückgängig gemacht wird.“

Wie im Falle Guttenberg reiben sich jetzt viele Medienvertreter die Augen und wundern sich, warum sie selbst erkennen dass es so nicht weiter geht, warum aber zugleich die Union das anscheinend zwar erkennt aber nicht bereit ist, daraus Konsequenzen zu ziehen. Das Interview von Uli Deppendorf mit Kanzlerin Merkel heute Abend und das der Süddeutschen Zeitung mit CSU-Umweltminister Söder (“Wir waren nie Kernkraft-Fetischisten”) zeigen das ebenso wie der Bericht der Münchner Abendzeitung über die Notfallpläne des AKW Ohu: “(Rettung wartet bei Aldi)”.

Bundesweit werden viele Menschen an diesem Montag auf die Strasse gehen, neben dem “Montagsspaziergang” zu vielen Mahnwachen zwischen 18 und 19 Uhr., so auch in Tübingen auf dem Holzmarkt, wozu die Gesellschaft Kultur des Friedens und das Tübinger Friedensplenum aufgerufen haben. Ich bin dabei.

Weitere Mahnwachen: Orte und Zeiten

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