Was gibt es zu essen?

Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen und ein Stück weit wollten wir die Frage auch mit der von Walter Die drei Wolfgangs: Vlnr Wolfgang G. Wettach, Wolfgang Bayer und Wolfgang SchreinerSchwenninger geleiteten Grünen Landesarbeitsgemeinschaft LAG Internationales beantworten, als wir am Samstag den Entwicklungspolitischen Ratschlag “Mais in den Tank oder Essen auf den Teller?” in Stuttgart veranstaltet haben, an dem wie erwähnt von der Bundesebene auch Uschi Eid und Alex Bonde teilgenommen und zu dem neben unserer LAG viele interessante Referenten von verschiedenen Einrichtungen und NGOs zusammen kamen. Jörg Rupp, der von der LAG Ökologie berichten wollte, konnte nicht selbst kommen da er in der Nacht gerade erneut Vater geworden war (Glückwunsch Jörg, vielleicht doch mehr ‘Vätergrün’ künftig?) - sein Beitrag wurde von MdL Gisela Splett vorgestellt.

Es war heute in den Nachrichten nett zu sehen dass die Nachricht jetzt auch bei Angela Merkel angekommen ist, dass Biosprit einer der Konkurrenten der armen Menschen um Mais und mehr geworden ist, auch wenn Biofuel nur einer der Faktoren ist, die zur Verteuerung der weltweiten Nahrungsmittelpreise beitragen – Spekulationsblasen an der Nahrungs-Börse in Chicago spielen eine mindestens ebenso grosse Rolle. Kurz vor unserem Ratschlag haben übrigens auch die Grünen im Europaparlament dazu eine Stellungnahme abgegeben, genauer Rebecca Harms und Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf:

Wir haben die Kommission und die Bundesregierung frühzeitig vor den Folgen einer Destabilisierung der globalen Lebensmittelversorgung im Zusammenhang mit der einseitigen Förderung der Agrartreibstoffindustrie gewarnt. Es war von Anfang an falsch auf die Verwendung von Getreide für die Treibstofferzeugung zu setzen. Eine verantwortbare Biomassestrategie muss auf konsequente Reststoffnutzung und Effizienz setzen. Durch den Boom für ineffiziente Agrofuelproduktion ist mit gleichzeitig steigender weltweiter Nachfrage nach Getreide für die Fleischerzeugung eine handfeste Konkurrenz um Land und Wasser zwischen Lebensmittel- und Energieerzeugung entstanden.

Grosse Skepsis gegenüber einer Zertifizierung der Herkunftsmaterialien für in Europa produzierten Biosprit war bei unserem grünen Ratschlag verbreitet, auch wenn es von einzelnen als “deutlich besser als Nichts” eingestuft wurde. Ähnlich skeptisch ist auch Rebecca Harms:

Die heute hier in Brüssel durchgeführte Anhörung zu möglicher Zertifizierung von Rohstoffen aus Drittstaaten für die Agrarspritproduktion ist Augenwischerei. Sie hat schon bei den Holzimporten nicht funktioniert.

Übereinstimmung auch bei der Notwendigkeit des Energiesparens, dh auch der Energieeffizienz, als wichtigste Energiequelle für Europas Zukunft:

Der Beitrag der EU sollte deshalb darin bestehen, eine klare Bilanz der eigenen Ressourcennutzung für Pflanzen-, Tier- und Energieproduktion gegenüber den importierten Rohstoffen zu ziehen und den Gesamtenergiebedarf durch sinnvolle Prioritätensetzung zu senken.

Oben im Bild übrigens vom Grünen Ratschlag zum Thema die drei dynamischen Wolfgangs. Von rechts nach links: Wolfgang Schreiner, Vorsitzender der LAG Europa, Wolfgang Bayer, Referent von Agrecole e.V., und Wolfgang G. Wettach, Grüner Europakandidat (und Mitglied der LAGen Internationales und Europa).

Hier das Material vom Biomasse-Kongress im Januar. Wenn unser Reader vom Grünen Ratschlag zur Verfügung steht, werde ich ihn noch verlinken.

Ein Kommentar zu “Was gibt es zu essen?”

  1. Nahrungsplus » Blog Archive » Re: Mist, nicht mal mehr Toner kann man essen… - ÖKO-Test: Gift im Druckertoner schreibt:

    [...] essen … langsam ist ja aber auch echt ÃœBERALL Gift drin. > > Wo leben wir nur ??? > > Wobei Kobaltverbindungen erst seit Mitte 2000 als giftig gelten, > da man sie wie Holzstaub als möglicherweise krebserzeugend beim > Einatmen) eingestuft hat. Bei Nickelverbidungen ist das schon ein > paar > Jahre länger der Fall. > Hallo, atembare Stäube sind immer mehr oder weniger Krebserregend. Partikel haben halt in der Lunge nichts zu suchen. Somit wird es sicherlich der Gesundheit der Beschäftigten zu Gute kommen, wenn Filter und Absauganlagen das Schreinern angenehmer macht. Irgendwie ist die Sache auch trivial, nicht umsonst bekommt man in einer Staubwolke einen Hustenanfall. Mit vielen Dingen ist es ähnlich: Selbst mit Wasser kann man sich vergiften: Je reiner je besser. Vernünftiger Aufklärung und der vernünftige Umgang mit Gefahrstoffen helfen Unfälle und Krankheiten zu vermeiden. Massenhysterie bewirkt das Gegenteil: Die Industrie gibt das Gefahrenpotential nicht zu um nicht als Massenmordinstitution gebrandmarkt zu werden. Das einzig sinnvolle an dem Test sind die letzten Hinweise zum Aufstellen von Geräten im Büro und zum Umgang mit Toner. Ansonsten sagte er mir nichts, was ich ohnehin schon wuste. Aber es soll ja immer noch Idioten geben, die die Tonerkatusche aufreißen und tief einatmen. Die zweite Sorte von Idioten betritt einen Raum mit Lasergeräten jetzt nur noch im Ganzkörperkondom. Bis dann… CL [...]

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