Spielt Atomkraft bei deiner Wahlentscheidung eine zentrale Rolle? Ja – und umgekehrt!

http://s3.amazonaws.com/twitter_production/profile_background_images/5341980/WettachAntiAtomR.jpgJa, das Thema Atomkraft ist einer von 1Million Gründen, warum ich nicht zu den Piraten wechseln würde, die bei XING nicht nur die “Sonntagsfrage” dominieren sondern auch die Themensetzung. (die anderen Gründe sind in der Million Jobs,Jobs,Jobs gut zusammengefasst). Und umgekehrt wird diese Wahlentscheidung eine zentrale Rolle bei der Zukunft der Atomkraft spielen.

Mit ist Bildung wichtig, nicht umsonst bin ich Vorsitzender des Landeselternrates Baden-Württemberg, begleite im Kultusministerium die “Bildungshäuser 3-10″ und setze mich für ordentliche Rahmenbedingungen schon bei der frühkindlichen Bildung und Erziehung ein.

Mir liegt das Projekt Europa am Herzen, darum engagiere ich mich bei den europhilen Kräften der Europa-Union und in der BAG Europa der Grünen, diskutiere mit linken Euroskeptikern in der bundesweiten EU-AG von Attac und mit konservativen Euroskeptikern in der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft ASM wie Professor Starbatty oder bei den Briten mit MEP Daniel Hannan und der massiv EU-feindlichen Bruges Group.

Mir ist auch das bei Grünen gut aufgehobene Thema Antidiskriminierung wichtig, darum bin ich auch aktiv als European Antidiscrimination Counsellor beim European Antidiscrimination Council EAC. Aber:

Das Make-or-break-Thema für diesen Wahlkampf ist, auch wenn es im Online-Wahlkampf Zensursula und die Grünen Enthaltungen zu sein scheinen, die Entscheidung über die Zukunft unserer Energieversorgung – und zwar EU-weit. In diesen kommenden beiden Legislaturperioden muss der Ausstieg vollzogen werden, oder er wird von leichtfertigen Vertretern traditioneller Energiekonzerne gefährdet und damit unsere Zukunft aufs Spiel gesetzt. Nur der konsequente Atomausstieg (und der war auch für Grüne ein schwer errungener Kompromiss gegenüber der eigentlich erwünschten und geforderten Stillegung) sichert uns die Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien – und auch hin zu zunehmender Dezentralisierung der Energieerzeugung.

Angesichts der Piratendominanz bei der Sonntagsfrage in XING wundert mich nicht, dass auch das Thema Atomkraft zum weniger entscheidenden Thema (30% ja/ 70% nein) herabgevotet wird. Wichtig ist es allemal, nicht nur für Grünwähler, sondern auch für die Vertreter überkommener Energiestrukturen, deren Bemühen das hoffentlich letzte Aufbäumen dieserDinosaurier ist.

Am 05. September haben wir in Berlin die Chance, wie ein Jahr zuvor in Gorleben, machtvoll zu zeigen dass es keinen Ausstieg aus dem Ausstieg geben darf – und am 12. September, dass wir anders als andere (Steuern senken! HartzIV erhöhen! Netz befreien! SPD retten!) keine 1-Punkt-Partei sind. Weder thematisch noch in Wahlprozenten.

Mit grünen Grüßen aus Tübingen,
Wolfgang G. Wettach

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