Aus der Krise hilft nur Grün? Antwort auf eine Freitagsfrage

http://www.blog.schnellrieder.eu/wp-content/uploads/2009/05/img_4432-150x150.jpgDie “Freitagsfrage” der Wahlkampfarena beim “Freitag”befasst sich mit dem Slogan “Aus derKrise hilft nur Grün” und fragt, ob die Grünen die Krise genügend nutzen:

Am Mittwoch haben die Grünen ihre Wahlkampagne vorgestellt. Der Claim: “Aus der Krise hilft nur grün.” Durch “Investitionen in Klima, Bildung und Gerechtigkeit” will man eine Million neue Jobs schaffen. Das Ziel: Bündnis 90/Die Grünen soll drittstärkste Kraft im Bundestag werden. Ist das realistisch?

Die FDP ist seit Wochen im Aufwind und liegt in der aktuellen Forsa-Umfrage bei 15 Prozent. Nur 13 Prozent der Befragten würden zur Zeit grün wählen. Dabei sind die Voraussetzungen für grüne Politik gut: Die Bekämpfung des Klimawandels, besserer Umweltschutz, die Zukunft von Atomkraftwerken und die Förderung erneuerbarer Energien stehen ganz oben auf der politischen Agenda. Warum ist Bündnis 90/Die Grünen dennoch nicht die Partei der Stunde?

Diskutiert die Freitagsfrage in dieser Woche in der Wahlkampfarena auf freitag.de:

Haben es die Grünen verschlafen, aus dem Klimawandel Profit zu schlagen?

Die Frage “haben die Grünen das verschlafen” lässt sich mit Nein beantworten. Allenfalls liesse sich fragen ob die Grünen es verpasst haben, die Medien aufzuwecken, denn die haben zum Teil verschlafen dass die Grünen solide Antworten bieten. Zum Teil, denn von GEA bis brand1 ist es kein Zufall, dass die Grünen mehr und mehr in den Wirtschaftsnachrichten berichtet werden, während andere schlafen.

Ist es realistisch, was sich die Grünen vornehmen, das ist die andere Frage. Dazu sage ich Ja.

Dass die Million neuer Jobs realistisch ist, haben wir vorgerechnet, das können andere nachrechnen. Natürlich kostet das Geld – aber anders als die Abwrackprämie bringt es Zukunftsrendite in der Bildung und spart Zukunftskosten in der energetischen Sanierung von 4% statt 0,7% der Altbauten pro Jahr. Investitionen in Erneuerbare Energien schliesslich reduzieren die Abhängigkeit von fremdem Öl und übrigens auch Uran und bringen immer güstigere Zukunftsenergie – und bringen den Klimaschutz der angesichts der rasanteren Polareisschmelze jetzt schon nötig ist und nicht erst 2020 oder 2040.

Die richtigen Konzepte haben wir Grünen, richtig gerechnet haben wir auch. Wenn es uns gelingt, das zum Wähler zu transportieren werden wir auch wie bei der Europawahl dritte Kraft im Land. Ob das dann auch für eine Gestaltungsoption in der Regierung reicht – das sehen wir nach der Wahl.

2 Kommentare zu “Aus der Krise hilft nur Grün? Antwort auf eine Freitagsfrage”

  1. Peter schreibt:

    Es spielt im Grunde keine Rolle mehr wem in der Politik eine Frage gestellt wird, die Antworten sind gleich. Alle sind tolle Buchhalter weil sie es finanzieren, über Jahre im Vorraus.
    Nur die Krise hat sich an den Rechnern vorbeigeschlichen. Gerade Arbeitsplätze gefasel, keine Lohnarbeit?,führte doch zu der Krise. Die hohe effiziente Produktion, lies doch die Finanzen Anlage suchen. Mit den hohen effizienten Vorschläge wird es doch zur nächsten Krise gehen. Vor allem der Staat macht die Arbeitsplätze und privat wird dann angeeignet.
    Was ja angeprangert wird von den Grünen HanselInnen, nur geändert wird nicht. Die Grünen waren mal für öffentlichen nah und Fernverkehr und Autos weg. Aber heute, die Arbeitsplätze?? Mal wieder ein kleinen Krieg anzetteln und das Kapital vernichten, das bringt es.

    Gruß peter

  2. WGW schreibt:

    Hallo,
    ich versuche, dem Kommentar etwas mehr Sinn abzugewinnen als die Struktur direkt erlaubt:
    Was die Grünen machen sind keine Luftnummern, sondern solide Finanzierungsansätze, gepaart mit der ehrlichen Ansage dass auch unser Konzept nicht völlig ohne Kreditaufnahme zu machen ist – allerdings eben mit Zukunftsrendite, also vor allem gespaarten Mehrkosten bei Energie durch bessere Sanierung und durchaus auch ArbeitslosengeldII durch bessere Bildung.

    Unser Bundestags-Kandidat aus Tübingen, Winne Hermann, hat noch keinen Krieg angezettelt und setzt sich, wie ich auch, für ein Ende des Afghanistan-Krieges ein, weil dieser Einsatz der Bundeswehr so nicht zum Frieden beiträgt.

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