Weihnachtsgedanken eines Grünen

12400 - Weihnachten - Christbaumkugel - Christmas bauble (Potsdamer Platz, Berlin) by loupiote (Old Skool)Nachdem die Weihnachtszeit für manche schon früh begonnen hat, mit den Spekulatius und Lebkuchen im Supermarkt oder mit dem ersten Weihnachtssong im Radio, ist nach dem Morgen auch der Heilige Abend -und damit auch der auf den 90.Geburtstag von Helmut Schmidt folgende 80.Geburtstag von Manfred Rommel- schon vorbei, für viele wohl wie erwartet, für manche eher anders als geplant. Manche haben sich die eigenen Wünsche erfüllt oder von anderen erfüllt bekommen, ich selbst habe einzelne von meinen vielen Wünschen erfüllt bekommen und darf noch 1-2 aus der Versandwunschliste beim örtlichen Händler meines Vertrauens selbst besorgen. Manche denken noch über eine Geschenktauschbörse nach, während andere ihre Geschenke längst bei Kijiji online stellen.

Für manche ist das eigene Leben das schönste Geschenk (etwa für die nach drei Tagen aus dem Schnee ausgegrabene Kanadierin), manche bemühen sich um das Leben anderer, wenn auch nicht immer mit Erfolg, wie Pierre Wettach, Delegationsleiter vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) für Israel und die besetzten Gebiete, bedauert, das sich noch immer vergeblich um Kontakt zu dem gefangenen isralischen Soldaten Gilad Schalit bemüht, der seit über 900 Tagen gefangen ist und für dessen Kontakt zum Roten Kreuz sich jetzt britische Parlamentarier eingesetzt haben: die Konservativen Alistair Burt, James Arbuthnot, Andrew Gwynne (Labour) und Sir Alan Beith (LibDem). Israel plantunterdessen mal wieder Angriffe auf Gaza und verlangt einen gewaltsamen Regimewechsel gegen Hamas, was die Arbeit des Roten Kreuzes nicht erleichtern und den Frieden nicht bringen wird.

Weihnachten wird also nicht nur unterschiedlich gefeiert, sondern auch sehr unterschiedlich erlebt. Während die WELT Kompakt einen launigen Weihnachtsgruß in die Welt gesetzt hat (via), sind andere Nachrichten zum Fest nicht so lustig: Einbrecher waren in der Euregio unterwegs, es gibt Familiendramen auch tödlicher Art und in Afghanistan gab es zum Heiligabend zwei Anschläge auf die Bundeswehr, wo Frieden also auch ein frommer Wunsch bleibt.

Weihnachten -  Volkswagenwerk -  Autostadt - Wolfsburg - Germany (CC) by Ela2007

Wie also sollen wir in diesen Tagen handeln? Es gibt Weihnachts- und Neujahrsbotschaften und Jahresrückblicke gerade genug. Vielleicht passt auf dieses Jahr das bei Ossietzky gefundene Wort von Kurt Tucholsky:

Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht.

Und die Religionen und die Freiheit und die Toleranz? Bischof Huber wird dafür kritisiert dass er Herrn Ackermann kritisiert hat, während zwischen Schall und Rauch eine alternative Weihnachtsbotschaft des britischen Senders Channel4 wiedergegeben wird, die bei manchen die ich gar nicht verlinken mag zu Wutausbrüchen gegen die freie Rede führt. Von diesem Papst, den ich trotz seiner Bemühungen um Klimaschutz für eine schlechte Wahl halte, und seinen Auswürfen gegen Homosexuelle will ich gar nichts sagen, dieser Mann verbiete sich selbst. Selbst die katholische Kirche besteht zum Glück nicht nur aus ihm. Robert Zollitsch, der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, bietet “mehr als Kritik am kühlen, unmenschlichen Finanzgebaren mancher Banker oder dem unmoralischen, weil gierigen Wirtschaften einiger Manager“, fordert nämlich auch noch Solidarität mit den Armen, durchaus denen bei uns vor der Tür. Da bin ich dabei, nicht nur wenn mir wieder ein Verkäufer (meist sind es Männer) eine gut gemachte “Trottwar”Zeitung anbietet. Wir Grünen sind dafür, Gerechtigkeit zu schaffen und der soziale Spaltung entgegen zu wirken.

Wir sind aber auch für eine gerechtere Gestaltung der Globalisierung und für das Frieden schaffen. (Und wenn jetzt jemand sagt die Grünen heute seien für “Frieden Schaffen mit immer weniger Waffen” dann weise ich darauf hin dass das ein Zitat von Altkanzler Kohl aus der Debatte um die von uns Grünen bekämpfte Nachrüstung ist. Floskeln bringen es nicht immer, das gilt meines Erachtens auch für die gebetsmühlenhaft wiederholte Formel vom “Green New Deal”, auch wenn ich den inhaltlich durchaus befürworte. Um es mit meinen eigenen Worten zu sagen:

Was wir für eine Überwindung der sozialen Spaltung und für mehr Frieden und Gerechtigkeit in der Welt in Zeiten der Globalisierung brauchen ist Grüne Kraft für Europa.

Dafür setze auch ich persönlich mich in diesem und in den nächsten Jahren ein. Und die “Gute Nachricht” im nächsten Jahr ist hoffentlich ein grünes Wahlergebnis nach dem anderen, mit Hessen und Tarek Al-Wazir angefangen. Dafür bitte ich um Eure Unterstützung.

Euer und Ihr Wolfgang G. Wettach

3 Kommentare zu “Weihnachtsgedanken eines Grünen”

  1. Isabell Prophet schreibt:

    Seltsame Art, Werbung zu machen :-)

  2. WGW schreibt:

    Ist seltsame Spam-Werbung nicht eher die Art und Weise, wie auf alte Blogbeiträge mit einem Backlink zur eigenen Webseite scheinbar kommentiert wird?

  3. Frohe Weihnachten all denen die dieses Fest begehen - und ein friedliches Neues Jahr - Grüne Kraft für Europa - Wolfgang G. Wettach - http://gruene.wettach.org schreibt:

    [...] im vorletzten Jahr und auch im letzten Jahr auch dieses Mal Frohe Weihnachten all denen die dieses Fest begehen und schöne Zwischenjahrstage [...]

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