„Greening the Economy“ – Ökologische Marktwirtschaft in Europa und in den USA

Greening the University” war ja dieses Jahr schon, und recht erfolgreich. Das vom kleinen auf das makroökonomische zu übetragen heisst jetzt also “Greening the Economy”. Auf der gleichnamigen Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung bin ich am morgigen Mittwoch und Donnerstag, um mit Fritz Kuhn (MdB), Matthias Machnig und anderen darüber zu diskutieren, was sich getan hat seit die “Grüne Marktwirtschaft Ende 2006/Anfang 2007 erstmals zum “Böll Thema” wurde.

Manches was noch im letzten Oktober in Band 1 der Boell-Schriftenreihe zu ‘Wirtschaft und Soziales’ geschrieben wurde, lässt sich heute nicht mehr ungebrochen wiederholen – wenn etwa Ralf Fücks da den Finanzmarkt als Seismograph lobt, der die Nachhaltigkeit voranbringt, dann klingt das angesichts der Finanzmarktkrise mit immer neuen Milliardenlöchern hinter den bisher festgestellten (Beispiel: Hypo Real Estate) doch etwas zu positivistisch.Wenn Wolf Lotter da vor allem einen “kleinen Staat” fordert, so gilt es angesichts unterregulierter Finanzmärkte denen ein schwacher Staat nur mit Milliardenbürgschaften oder Verstaatlichungen zu marktfremd überhöhten Preisen zu helfen glaubt, festzustellen dass wir vor allem einen handlungsfähigen Staat brauchen. Dieser muss dann nicht nur ökologische Leitplanken einziehen, sondern auch nachhaltigeres Wachstum fordern, selbst dann wenn es in Zahlen zunächst ein geringeres Wachstum zu sein scheint. Wenn Matthias Machnig einen neuen “New Deal” fordert, dann müssen wir betonen, dass ein “McDeal” dafür nicht ausreichen wird.

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