Europarl-TV – Das Webfernsehen des Europaparlaments

europarltv.europa.euDie erste Sendung des neuen Webfernsehens des Europaparlaments EuroparlTV.Europa.eu ist online. Volker Finthammer hat das Feature für die Sendung “Europa Heute” des Deutschlandfunks dazu gemacht (der Podcast der Sendung ist hier) und gleich als erstes die Europaabgeordnete Helga Trüpel von den Grünen aus Bremen (seit neuestem eine meiner Facebook-FreundInnen) zu Wort kommen lassen, die ausführlich erklärt, warum sie davon überzeugt ist, dass das eine gute Sache ist:

Was wir gerne erreichen möchten, auch nach den gescheiterten Referenden in Irland und nach den schlechten Beteiligungsquoten bei der Europawahl 2004, möchten wir den Europäischen Bürgerinnen und Bürgern einfach ein zusätzliches Angebot machen. Dass sie sich direkt informieren können über das Internet, wie die Arbeit im Europaparlament aussieht, und dass sie vor allem auch einen lebendigen Eindruck der Debatten hier bekommen können.” (Quelle)

Europa Heute hat, was die lebendigen Debatten angeht, noch Zweifel und bringt einen Debattenausschnitt, in dem Bernd Posselt, den ich als Präsident der Paneuropa-Union bei der Debatte der Gesellschaft für Sicherheitspolitik über die Zukunft des Kosovo näher kennengelernt habe, sich kritisch zur Plenarsitzung in Brüssel äussert, da der Saal in Brüssel nicht der selben kritischen Prüfung unterzogen, also nicht mit dem selben Maßstab gemessen wurde wie das durch Deckenschaden beeinträchtigte Plenargebäude in Strassburg. Von den 765 ParlamentarierInnen waren zu diesem Zeitpunkt, wie die Kamera deutlich zeigte, gerade mal etwa 20 im Parlament. Da könnten die ParlamentarierInnen durchaus in Erklärungsnot kommen, was sie denn tun.

Was also sehen wir in der ersten Sendung?

Eine Debatte über genau die von Posselt aufgeworfene Standortfrage Strassburg oder Brüssel, diesmal eher aus Sicht der Brüsseler (auch ein französischer Grüner von Greens/EFA kommt zu Wort), dann den Georgien-Konflikt mit Abchasien und Südossetien. Dazu hatte ich erst gestern eine längere Unterhaltung mit einem Ex-Grünen abchasischer Herkunft, der klar sagte was wohl auch alle in Abchasien sagen wenn man ihnen ein Mikrophon hinhält: Die Russen lieben sie nicht, aber die Georgier noch weniger, zumal nach diesem kurzen Krieg. Ausserdem sehen wir eine Sitzung von EcoFin, zur Krise der Finanzmärkte. Dazu ist ein Blick in die heutige ZEIT zu empfehlen, die realistisch einen Blick auf das Ausmass der Krise und die Notwendigkeit eines gezügelten Kapitalismus gibt. Jean-Claude Junckher ist zuversichtlich dass in Zukunft in der EU alles gut wird, da die sinkenden Preise für Öl und Nahrungsgrundstoffe etwas Druck vom Preis nehmen. Immerhin hat er nicht, wie John McCain dieser Tage, gemeint alles sei schon gut weil die “Fundamentals” gut seien – und damit die fleissigen Arbeiter gemeint… Aber macht Euch ein eigenes Bild: Die erste Sendung.

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