Heute vor 70 Jahren: Europäische Häftlinge ins Kurzzeit-KZ

Ich könnte heute über vieles schreiben, unter anderem über die EU-Präidial-Debatte #TellEurope der Eurovision, bei der Ska Keller für GREENS/EFA eine verdammt gute Figur machte und engagiert stritt. Ich könnte schreben über den Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerer und den antimilitaristschen Stadtrundgang, den es dazu im Rahmen der Aktionstage “Macht Europa Anders” heute gab. Ich will aber über diese Europakarte reden:

Sie zeigt die europäische Herkunft der Häftlinge, die vor allem über andere Konzentrationslager für die Jahre 1944/45 in das Kurzzeit-Konzentrationslager Neckarelz kamen, das heute wieder eine Schule, die Clemens Brentano-Schule, ist.

Heute vor drei Tagen war ich dort, in der Gedenkstätte KZ Neckarelz, auf Einladung der Leiterin der Einrichtung, liess mich führen und mir sowohl die Ausstellung, die Geschichte der Häftlinge und der Rüstungsproduktion wofür sie Zwangsarbeit leisteten zeigen, als auch die museumspädagogischen Elemente, mit denen dort die Erinnerung und Verantwortung vermittelt werden.

Der Häftling Jacques Barrau (1925-1997).zeichnete im Lager und setzte sich später für Artenvielfalt ein. Heute vor 70 Jahren genau kamen die Häftlinge mit LKWs aus Sachsenhausen angekarrt. Zum KZ-Sachsenhausen hatte ich enen persönlichen Bezug über Werner Koch, den Auslandskorrespondent der Bekennenden Kirche, der dort einsass und später über die VVN/BdA lange Präsident des Sachsenhausen-Komitees der üerlebenden Häftlinge war. Hier über einen anderen Häftling einen persönlichen Bezug zu Neckarelz zu bekommen, war auch deshalb etwas besonderes, weil er seinen Lageralltag gezeichnet und die Zeichnungen aus dem KZ gerettet hat. Als Buch bekam ich dieses Werk anlässlich meines Besuches geschenkt.

Ich kann den Besuch nur empfehlen – der Rote Winkel dominierte hier, die anderen waren aber auch hier – aus ganz Europa. Für das heutige Europa nd das von morgen müssen wir alle, immer wieder, laut und deutlich sagen: Nie Wieder!

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