vhs-Podium in Schramberg zur Europawahl

Die Volkshochschule in Schramberg, Kreis Rottweil, hatte anlässlich der Europawahl zum Wahlpodium am 06.Mai 2014 eingeladen. Neben dem Baden-Württembergischen Spitzenkandidaten der AfD (Platz 3 der Bundesliste und damit fast garantiert im nächsten Europaparlament) und dem Seniorenrat waren die abgebildeten ParteivertreterInnen beteiligt:

Frau Mechthild Wolber (ehemals Bundestagskandidatin, FDP), Maria-Lena Weiss (CDU), Fabienne Vesper (SPD) und Wolfgang G. Wettach (GRÜNE) oben im Bild. In der Ankündigung liest sich das so:

Mit  Wolfgang G. Wettach wird nun auch ein Europapolitiker der Grünen an der Podiumsdiskussion am Dienstagabend um 19.00 Uhr in der Aula des Gymnasiums teilnehmen. Im Rahmen der Europawoche  diskutieren auf Einladung der Volkshochschule fünf Politikerinnen und Politiker über die ganz konkreten Auswirkungen, die „Europa“ für uns hat.

Auf dem Podium werden außerdem die Rechtsanwältin Maria-Lena Weiss aus Tuttlingen für die CDU, Fabienne Vesper, Mitarbeiterin einer SPD- Bundestagsabgeordneten, aus Kehl für die SPD, die Rottweiler Innovationsberaterin Mechthild Wolber für die FDP Platz nehmen. Den Standpunkt der „Alternative für Deutschland“ vertritt Ministerialrat Bernd Kölmel aus Rastatt und für die Grünen kommt der Internet-Unternehmer Wolfgang Wettach aus Bebenhausen bei Tübingen nach Schramberg.
Da sich die Diskussionsteilnehmer bisher schon intensiv mit Europa und der Europäischen Union befasst haben, dürfte es auch inhaltlich eine spannende Diskussion werden. Maria-Lena Weiss arbeitete mehrere Jahre im Büro des Europaabgeordneten Andreas Schwab. Fabienne Vesper ist schon von Geburt Europäerin, mit deutsch-französischen Eltern, aufgewachsen in Strasbourg und Kehl. Bernhard Kölmel ist Spitzenkandidat bei der Europawahl seiner Partei in Baden-Württemberg. Wolfgang Wettach ist ausgewiesener Europapolitiker seiner Partei.

Herr Kölmel als Ex-CDU’ler vertrat für sich ganz moderate Positionen und bedauerte den Empfang der AfD-Jugend für UKIP-Chef Nigel Farage. Er äusserte sich überzeugt, dass eine Fraktionsgemeinschaft mit einer europafeindlichen Partei wie der UKIP ausgeschlossen sei. Zugleich aber musste deutlich gemacht werden, wofür seine Partei so steht. Der Unterschied zur NPD ist bei den Plakaten und manchen Aussagen gering. Die Vergleiche der EU mit Nordkorea, der AfD mit verfolgten Juden zur Nazizeit, sind unsäglich, geschichtsvergessen und unter Demokraten inakzeptabel. Wann immer jemand von der AfD (mit Kreide im Mund oder aus Überzeugung) so harmlos auftritt ist es notwendig, ihn damit zu konfrontieren, mit was für Leuten er in einer Partei – und was an ihren Plakaten rechtsnational und was an ihrem Programm alles falsch ist. Habe ich gemacht.

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