Selber Denken! 7 Wochen Ohne Falsche Gewissheiten

Heute ist nicht nur (politischer) Aschermittwoch vielerorts. Den in Biberach habe ich schon deshalb verpasst weil wir da noch beim Europäischen Parlament in Brüssel waren, zur Evaluation unserer gemeinsamen Tagung zu “Europa Rechtsaussen”, zu welcher die GREENS/EFA Abgeordneten Jan Phillip Albrecht (Niedersachsen), Jean Lambert (London) und Ska Keller (Brandenburg) zusammen mit der Heinrich Böll Stiftung eingeladen hatten.

Heute ist auch für Christen der Beginn der Fastenzeit. Der BUND empfiehlt #Plastikfasten: “Versuche die nächsten sieben Wochen sowenig Plastik wie möglich zu ‘verbrauchen’ und erzähle unter dem Hashtag #Plastikfasten davon.” Der ADFC empfiehlt mit katholischen Kirchen in Thüringen, dem Bistum Tier, Luxemburg und Österreich das #Autofasten – das Auto stehen lassen und so oft wie möglich das Fahrrad zu nutzen.

3 Millionen folgen jedes Jahr dem Fastenaufruf der Evangelischen Kirche unter dem Motto “7 Wochen Ohne”. Sie verzichten nicht nur auf Schokolade oder Nikotin, sondern folgen der Einladung zum Fasten im Kopf: sieben Wochen lang die Routine des Alltags hinterfragen, eine neue Perspektive einnehmen, entdecken, worauf es ankommt im Leben. Seit mehr als 30 Jahren lädt „7 Wochen Ohne“ dazu ein, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusst zu erleben und zu gestalten. Dieses Jahr unter dem Motto: “Selber denken! – Sieben Wochen ohne falsche Gewissheiten“. Hier Arnd Brummer, Geschäftsführer der Aktion, zur Idee dahinter:

Ich finde das gut – falsche Gewissheiten infrage zu stellen macht auch bei der Diskussion über die Situation und Zukunft der Ukraine Sinn, wie nicht nur ein abgehörtes Gespräch zwischen dem Aussenminister Estlands und der EU Aussenbeauftragten Ashton zeigt, dessen Echtheit bestätigt wurde. (Artikel in SPON, vergleiche in der ZEIT) Wer “die Guten” und wer “die Bösen” sind ist nicht so klar, wie die jeweils eigenen Medien, die Tagesschau, CNN oder “RT – Russia Today” es zeigen wollen. Vergleiche dazu etwa das ZEIT-Interview mit dem US-Ökonomen Jeffrey D. Sacks über die Ukraine und Russland.

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