25 Jahre Kultur des Friedens mit Hans-Peter Dürr: “Den Frieden gewinnen – nicht den Krieg”

25 Jahre Kultur des Friedens mit Hans-Peter Dürr im Tübinger Weltethos-Insitut: “Den Frieden gewinnen – nicht den Krieg”

Photo: Habe mich gefreut, am Rande von 25Jahre http://kulturdesfriedens.de noch in kleiner Runde beim Essen mit Hans-Peter Dürr zu reden. Der Physiker, Träger des Alternativen Nobelpreises, hatte noch beim "Vater der Wasserstoffbombe" Teller promoviert, die Idee der Rüstung zum Frieden aber immer schon abgelehnt.  Von seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz und seinen Einsichten profitieren zu können ist für mich persönlich wie politisch eine Bereicherung. (Mehr im Blog Grüne Kraft für Europa)

Habe mich gefreut, am Rande von 25Jahre http://kulturdesfriedens.de/ noch in kleiner Runde beim Essen mit Hans-Peter Dürr zu reden. Der Physiker, Träger des Alternativen Nobelpreises, hatte noch beim “Vater der Wasserstoffbombe” Teller promoviert, die Idee der Rüstung zum Frieden aber immer schon abgelehnt.
Von seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz und seinen Einsichten profitieren zu können ist für mich persönlich wie politisch eine Bereicherung.

Meine Beiträge zur Diskussion bezogen sich beim Thema “Keine Sicherheit durch Aufrüstung” auf die “Smart Borders”-Bemühungen im Frontex-Umfeld, mit denen man hofft das Flüchtlings-Problem in den Griff zu bekommen, aber kein Problem der Flüchtlinge auch nur beginnt zu lösen; beim Thema Nachhaltigkeit auf die Bildung für Nachhaltige Entwicklung ankommt – und darauf zu vermitteln, dass junge Menschen nicht ihr Leben dem widmen sollen dass alles so bleibt wie es ist, sondern dafür dass es sich entwickelt, auf eine Weise, die weitere gesunde Entwicklung ermöglicht.

Zum Thema Rüstungsexporte erklärte ich, dass wir in Baden-Württemberg gerade, mit Bürgerbeteiligung bei der ich in mehreren Ebenen der von den AkteurInnen der Zivilgesellschaft gewählte Vertreter der Region Tübingen zum Thema Wirtschaft war, die Leitlinien zur Entwicklungspolitik des Landes beschlossen haben. Und wie ich in die Handlungsrichtlinien dazu das Verbot der Rüstungsexporte und entsprechende Bundesratsinitiativen des Landes hineinverhandelt habe. Und natürlich, dass wir auf dem Weg dahin auch jetzt schon, als wieder neu gewählter Vertreter des landesweiten Forums Wirtschaft, im Dialog mit der Wirtschaft, mit Südwestmetall etwa, mit der Rüstungsindustrie sind und bleiben.

Mein letzter Punkt in der Plenumsdiskussion war als Europapolitiker die Vorstellung von Europa als Friedensprojekt. Gerade wenn ich mit Grau- und weisshaarigen Mitgliedern der Europa-Union rede, ist diese Verbindung von Europa und dem Frieden noch oft das erste und bestimmende Element. Im Sinne einer Kultur des Friedens ist es aber genau dafür essentiell, dass wir der Europäischen Rüstungsagentur eine Europäische Friedensagentur zur Seite stellen, die für die Konfliktprävention und Konfliktmoderation arbeitet.

Photo: Jetzt zu 25 Jahren Kultur des Friedens: Diskussion "Den Frieden gewinnen - nicht den Krieg" in der Stiftung Weltethos.

25 Jahre Kultur des Friedens


Das Programm zu 25 Jahre Kultur des Friedens ist aber wirklich toll – siehe: http://www.kulturdesfriedens.de – aber es war auch schon toll, wer alles vor 25 Jahren bei der Gründung dabei war: Mikis Theodorakis, Christa Wolf, Walter Jens, Hans-Peter Dürr, Robert Jungk, Hans Küng, Dschingis Aitmatov… ich freue mich darauf, morgen der persönliche Begleiter und Dolmetscher des ehemaligen UNESCO-Generalsekretärs Federico Mayor zu sein, der direkt aus Aserbeidschan extra für diese Veranstaltung in Tübingen kommt.

Es sind dabei: Liedermacher Konstantin Wecker, ehem. UNESCO-Generaldirektor Federico Mayor (Madrid), OB Boris Palmer, Margarita Pastene (Chile), Henning Zierock (Kultur des Friedens), Hans-Peter Dürr, Journalist Franz Alt, Friedenspreisträger Reuven Moskovitz (Jerusalem), Ernst-Bloch-Chor, Theodorakis Ensemble (musikalisches Grußwort von Mikis Theodorakis) und Mitstreiter/Innen für eine Kultur des Friedens – so auch ich.

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