Carlo Schmid und die deutsch-französische Freundschaft in Europa

Prominente Politikerinnen und Politiker sowie Wissenschaftler diskutierten am Dienstag Abend über die Rolle Carlo Schmids im deutsch-französichen Aussöhnungsprozess. :

  • Peter Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten des Landes Baden-Württemberg
  • Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, Bundesministerin a.D., Mitglied des Kuratoriums der Carlos-Schmid-Stiftung
  • Prof. Henrik Uterwedde, Stellvertretender Direktor des Deutsch-Französischen Instituts Ludwigsburg

In Kooperation des Europa-Zentrums Baden-Württemberg mit dem Fritz-Erler-Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Fachbereich Kultur der Universitätsstadt Tübingen und der Museumsgesellschaft Tübingen e.V.


Europa-Minister Peter Friedrich: Auszug aus der Rede (bitte Lautsprecher aufdrehen, das Video ist recht leise)

Carlo Schmid war einer der bedeutendsten und profiliertesten deutschen Nachkriegspolitiker. Er arbeitete nicht nur maßgeblich an der Verfassung von Württemberg-Baden mit und gehörte dem Verfassungskonvent von Herrenchiemsee an, sondern prägte die deutsche Politik auch über sechs Legislaturperioden im Deutschen Bundestag. Als einer der Vizepräsidenten (1949 – 1966 und 1969 – 1972), als Vorsitzender und dann stellvertretender Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses sowie als stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion in den Jahren 1957 – 1966 zählte Schmid auch zu den profiliertesten Außenpolitikern seiner Zeit. Seine Bemühungen um Verständigung mit Polen und Frankreich, seine Kontakte zu Israel und nicht zuletzt seine glänzende rhetorische Begabung verschafften ihm Ansehen über den parteipolitischen Rahmen hinaus. In der Versammlung der Westeuropäischen Union war er von 1963 bis 1966 Präsident, in der Beratenden Versammlung des Europarates in Straßburg war er ebenfalls vertreten. Als Koordinator für die deutsch-französischen Beziehungen bemühte er sich erfolgreich darum, den Geist des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags (Elysée-Vertrag) von 1963 mit Leben zu erfüllen, Austauschprogramme zu fördern und vor allem die Jugend beider Staaten zusammenzuführen. Dieses außergewöhnlichen deutschen Politikers aus dem Südwesten mit deutsch-französischen Wurzeln möchten wir gedenken.

Was hat Carlo Schmid bezüglich der deutsch-französischen Beziehungen tatsächlich erreicht? Wo stehen die deutsch-französischen Beziehungen heute? Welche Perspektiven ergeben sich für eine Neubelebung der europäischen Idee auch angesichts des Regierungswechsels in Frankreich und der aktuellen Krisenszenarien in Europa?

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