Archiv für August, 2012

Du kannst dich an Europas Politik beteiligen!

Das ist nicht nur wahr, das ist auch der erste Artikel (english) den die Internationale der Piratenpartei in ihrem neu gestarteten Medium “Pirate Times” veröffentlicht hat. Gut so – denn es ist wichtig, dass diejenigen neuen Parteien die künftig in die Parlamente Europas einziehen, einen positiveren Blick auf die Möglichkeiten Europas haben als die Populisten ihn verbreiten. “Wenn Sie nach dieser Stunde die Europäische Union als demokratischer ansehen als jetzt, habe ich gewonnen”, wird  Joachim Ott, der Beauftragte für Bürgerbeteiligung bei der Europäischen Kommission aus seinem Vortrag vor der deutschen Delegation der Piraten zitiert. Ich denke, wenn sich die Erkenntniss, dass die EU demokratischer ist als gedacht und mit den Konsultations-Verfahren auch Möglichkeiten der Beteiligung für einzelne Bürger bietet, in breiteren Schichten durchsetzt, dann haben wir alle gewonnen. Weiterlesen »

Erstellt am Dienstag, 14. August 2012
Kategorie: Europa, Internationales, Piraten | Kommentieren »

Ein Pirat wird gemahnt -oder- systemrelevante Bücher

“Jemand leiht bei den Stadtbüchereien ein Buch aus und vergisst, es zurückzugeben. Eigentlich normal und nicht der Erwähnung wert. Eigentlich: Denn Robert Stein, Landtagsabgeordneter der Piratenpartei und Sprecher der „Piraten“-Fraktion, macht daraus einen Staatsakt.” schreibt die WA und fährt fort: “Stein vermutet, dass mit diesem Verfahren „Geld auf Kosten der Bürger“ gemacht werde – schließlich ließe sich der Wert des Buches seiner Meinung nach „rein optisch betrachtet bestenfalls auf drei Euro beziffern“ – und für den Büchereibetrieb sei das Buch ohnehin nicht betriebsrelevant.”

Bei aller Sympathie für Piraten war das ein Griff… daneben. Nicht weil jemand sich für Leute einsetzen will, für die 8,70€ viel Geld sind, eher schon weil es um Politik in der und für die Wissensgesellschaft geht – und zu der gehört, wie ein Pirat wissen sollte, der freie Zugang zu Medien die nicht einfach (z.B. durch Nichtrückgabe öffentlich zugänglicher Bücher) privatisiert werden. Der Wert eines Mediums rechnet sich -auch für die Stadtbücherei- nicht allein nach dem Wiederverkaufswert bei Ebay oder Amazon Marketplace (oder beim Flohmarkt-Tisch der Altbestände einer Bibliothek), sondern auch nach der Nutzung und dem Aufwand der Zugänglichmachung. Als Grüner setze ich mich dafür ein dass die Stadtbücherei-Nutzungsgebühren niedrig bleiben (und für Kinder und Sozialfälle wegfallen), auch wenn dafür in Sparhaushalten die Mahngebühren (zT auch über den Neuwert hinaus) steigen müssen. Ein Pirat sollte das einsehen und auch so halten.

Erstellt am Sonntag, 5. August 2012
Kategorie: Deutsch | 1 Kommentar »