Archiv für Mai, 2008

Zurück vom 30. BuKo der Grünen Jugend – Sonntag 25.05.2008

Wem gehört die Welt? Alle meine Bilder CC-BY-SA 2.5 Creative CommonsSchön war’s, lang war’s – viele gute Gespräche und eine Rückfahrt mit ein wenig mehr Politik… (Update)

Ausführlicher mit Bildern (wie diesem zum Towel Day) jetzt hier, wenn auch mit kaum etwas zur Rede des Vorsitzenden Reinhard Bütikofer zur GJ, wobei er dafür gelobt wurde, sich mit dem Leitantrag beschäftigt zu haben, mehr aber auch nicht – zumindest gab es wenig sicht- und hörbare

Reaktion des Publikums. Aber rund um seine Rede findet sich ja ein wenig in der taz oder der FR.

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Erstellt am Sonntag, 25. Mai 2008
Kategorie: Deutsch | 1 Kommentar »

Vom Buko 30 der Grünen Jugend – Samstag 24.05.2008

FYEG - Europäische Grüne JugendMit Toni Hofreiter war immerhin ein echter Bundestagsabgeordneter in der selben Turnhalle untergebracht wie ich. Zur Verfügung gestellt hatte die Turnhalle die Stadt Bonn durch die OB Bärbel Dieckmann – und es war völlig in Ordnung da. Ich hatte für den Fall dass kein angemessener Platz da wäre auch in der Jugendherberge Bonn wegen eines Platzes nachgefragt und wäre da auch untergekommen, aber so, mit den anderen, war es netter. Nach etwa 7:30Uhr war allerdings an Schlaf nicht mehr zu denken. Im Folgenden Notizen, den Tag über ins Wordpad getwittert und hier gesammelt. Weiterlesen »

Erstellt am Sonntag, 25. Mai 2008
Kategorie: Deutsch | 3 Kommentare »

Vom Buko 30 der Grünen Jugend – Freitag 23. 05.2008

Relativ spontan bin ich der Einladung gefolgt, die mich via Facebook erreichte und nach Bonn gefahren, zum 30. Bundeskongress der Grünen Jugend, im 20. Jahr der Federation of Young European Greens (FYEG). Ich bin nicht der einzige Spätschläfer hier beim Bundeskongress – noch sind wir eine kleine Gruppe wacher Männer, an einem Tag der vorher eine Genderdiskussion unter Männern gesehen hat, während das Frauenforum tagte.

Angefangen hat der das politische Wochenende für mich schon unterwegs als ich im Zug nach Bonn-Siegburg in eine Diskussion über Bildung und Erziehung, die Demonstrationen von “Schule mit Zukunft” geriet und die Probleme die die Starrheit der Landes-CDU in der Bildungspolitik mit sich bringt. Meine Gesprächspartner aus Lörrach waren dort auch dabei, sich als Zelle von “Schule mit Zukunft” zu gründen und fragten, inwieweit der Landeselternrat LER und/oder die Grüne Jugend diese Initiative mittragen würden.

Grüne Jugend Verpflegungsteam

Eingestiegen bin ich in die Debatte der Europa-Themen, die die Grüne Jugend im Wahlkampf 2009 besetzen will, ansonsten habe ich am ersten Tag viele informelle Gespräche geführt. Mit Vertretern von attac oder der Softwarepatente-Kampagne aus Brüssel habe ich beim und vor dem BuKo lange und mehr als ein Becks lang geredet, auch über gemeinsame Bekannte die ich aus der EU-AG kenne und mein Gegenüber vom Rat, mit Chris O’Grady und anderen libertären über Ron Paul geredet, weil es doch nicht nur Barry Obama gibt.

Am längsten hielt Freya Then, Sprecherin der Grünen Jugend Frankfurt und mit 15 eine der jüngsten hier beim BuKo, durch – aber um halb fünf war dann trotzdem Schluss.

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Erstellt am Samstag, 24. Mai 2008
Kategorie: Deutsch | 1 Kommentar »

Mediapart und die Internet-Zeitung der Zukunft. Kurzkritik

Im tazblog wies Philipp Dudek auf einen Gastkommantar von Edwy Plenel, ehemals leitender Redakteur von LeMonde, in der Financial Times Deutschland (FTD) hin. Plenel äussert die Überzeugung, dass die Bedrohung des Qualitätsjournalismus durch die Mechanismen der Gratiskultur des Internets auch eine Bedrohung der demokratischen Meinungsvielfalt darstellt. Für Journalisten stellt sich das in seinen Worten so dar:

Salon du livre  CC: FlickR

Sie fürchten, von Amateuren überflüssig gemacht zu werden, und müssen mitansehen, wie die Früchte ihrer Arbeit entwertet werden, indem sie gesponsert und verschenkt werden. Die so entstandene offene Flanke wird überdies von politischen und wirtschaftlichen Kräften ausgenutzt, um die Unabhängigkeit eines Berufsstands einzuschränken, der ihnen immer schon wie eine Bedrohung vorkam. Mit der Onlinezeitung Mediapart, die wir jüngst in Frankreich gestartet haben, geben wir eine Antwort auf diese Herausforderungen und erproben ein völlig neues Modell.

Mediapart steht dabei für Partizipatives Medium, denn auch hier soll (und muss) ein guter Teil des inhaltlichen Mehrwerts durch die Lesenden generiert werden, die kommentierend ergänzen was die Journalisten – Shareholder und Stakeholder zugleich – schreiben. Von Anfang an ist dabei, weil man kalkulatorisch auf die zahlenden ‘Clubmitglieder’ aufbaut, der Druck stets genügend AbonnentInnen zu haben vorprogrammiert, den langjährige LeserInnen der Tageszeitung taz ja auch als wiederkehrendes Drama nötiger Rettung kennen. Anfang 2009 sollen es bereits 25.000 AbonnentInnen sein, derzeit jedoch sind es erst 7000.

Natürlich steht ein harter Kampf bevor. Er erfordert die feste Überzeugung, dass eine Zeitung keine Ware ist wie jede andere, weil sie einen zusätzlichen, nicht vermarktbaren Wert besitzt: die Verbreitung des grundlegend demokratischen Gutes der Information. (ebenda)

Spannende Zeiten stehen den 29 Mitarbeitenden von Mediapart (26 davon JournalistInnen) da bevor, und Dudek fand das Projekt spannend genug um Französischkenner um eine Kurzrezension und Inhaltsangabe zu bitten, da er selbst kein Französisch beherrscht.

Als früher (ab Anfang) regelmässiger und heute gelegentlicher taz-Leser, als bei WikiNews, der Nachrichtenagentur der WikiMedia, akkreditierter Journalist und als politischer Blogger auf Deutsch und auf Englisch war ich neugierig genug und habe mal nachgeschaut. (An meinem neusprachlich-naturwissenschaftlichen Gymnasium hatte ich Französisch zwar nur kurz, weil ich mich mehr mit Latein befasst habe, aber mein Latein war gut genug (und ich war oft genug in Paris) so dass ich heute Französisch verstehe und gut genug spreche um mich bei europaweiten attac-Basistreffen wie zum 1.Mai in Berlin selbst ins Französische zu übersetzen.

mediapart

Also werde ich der Bitte nachkommen und verraten was dort zu lesen ist: Die Bemühung, Qualitätsjournalismus zu machen wird deutlich, auch wenn bisher das Personal und dessen Zeit nicht ausreichen um mehr als ein paar Ausschnitte des

Tagesgeschehens oder der persönlich für wichtig befundenen Hintergründe (die nicht tagesaktuell sein müssen) zu beleuchten. (Das geht WikiNews natürlich kaum anders, wo nur die englische Ausgabe einen ausreichend breiten Personalpool hat um täglich genügend relevante Meldungen zu produzieren.)

wikinews_pope_dies

Wie bei WikiNews scheinen Informationen auch aus der WikiPedia recherchiert zu sein, anders als bei uns wird hier natürlich(?) nicht dahin verlinkt. Überhaupt scheint MediaPart ein Linkbiotop zu sein das einerseits fürchtet, die Leser nach aussen zu leiten und dabei zu verlieren, andererseits aber nicht genügend freien Inhalt bietet (oft nur abstracts) um eine relevante Anzahl an eingehenden Links zu generieren.

Wirtschaftlich halte ich dieses Modell einer kommerziellen Internet-Zeitung, auch wenn für ‘Club-Mitglieder’ manches geboten wird und einzelne Beitragende auch direkt auf Leserreaktionen eingehen, daher für lobenswert – aber vermutlich nicht dauerhaft tragfähig.

Und was sagen die anderen?
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Erstellt am Donnerstag, 22. Mai 2008
Kategorie: Deutsch | Kommentieren »

Zur Vorgeschichte der Grünen Jugend

Im Zeitrafferin-Blog gibt Julia Seeliger, jüngstes Mitglied des Grünen Parteirats, anlässlich dessen, dass der Bundesverband der Grünen Jugend seinem 30. Bundeskongress an diesem Wochenende entgegensieht, einen persönlichen Rückblick. Die sechs dort aufgelisteten Blogeinträge zu früheren BuKos sind lesenswert und geben einen guten Eindruck von der jüngsten Zeit.

Grüne Jugend Wahlkampfmaterial - CC: japtop/FlickR

In der Wikipedia gibt es die Geschichte des heutigen Bundesverbands Grüne Jugend von 1994 bis 2004 mit etwas Vorgeschichte ab 1991. Im Spiegel-Archiv gibt es im Spiegel 23/1991 einen Artikel der die damalige Aufbruchsstimmung wiedergibt (über Kommentare im Blogeintrag oben). Till Westermayer, der sich in seinem Blog gerade zurecht über die Verteidigung eines neuen Kohlekraftwerks durch unseren Tübinger Grünen OB Poris Palmer beschwert (die ein klassisches non sequitur enthält) hat in der oben erwähnten Diskussion einiges beigetragen:

Zum Thema Tradition: Ende der 1980er Jahre gab es GABA (wenn ich mich an den Namen richtig erinnere) — einen ersten Versuch eines Bundesverbandes oder einer losen Koordination von einzelnen Personen und Gruppen. Löste sich dann recht schnell wieder auf. Von ungefähr 1991 bis 1994 gabe es die BundesJugendKontaktStelle (Bujuks), die im Gegensatz zu GABA immerhin im Wikipedia-Eintrag steht. Und ab 1994 dann halt das GAJB, eh, die Grüne Jugend. (s.o.)

Ich hatte dazu auch etwas gesagt und will es hier nochmal tun. In der WP-Diskussion zur Grünen Jugend steht:

Der älteste mir bekannte Kreisverband der Grünen Jugend, der sich bereits als Keimzelle einer Jugendorganisation der Grünen verstand und weitere solche Gruppen in Niedersachsen anregte, war die Grüne Jugend Braunschweig bereits 1981. Gründer der ‘Grünen Jugend’ waren Christoph Sindermann (aus dem GAZ-Flügel um Herbert Gruhl stammend) und Wolfgang G. Wettach, beides junge Gründungsmitglieder des Grünen Kreisverbands.

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Erstellt am Mittwoch, 21. Mai 2008
Kategorie: Deutsch | 1 Kommentar »