Archiv für die Kategorie 'Internationales'

Sicherheit in Zeiten von Anschlägen – Global?

2016-12-19 Berlin, BreitscheidplatzInnerhalb der letzten 48 Stunden gab es, während die Wahlmänner Donals Trump als künftigen US-Präsidenten wählten, verheerende Anschläge und Vorfälle, die richtig einzuordnen wichtig ist. Ein LKW, dessen polnischer Fahrer getötet wurde, wurde von einem Unbekannten (denn der unweit davon als Verdächtiger verhaftete Mann pakistanischer Herkunft war offensichtlich der Falsche) in einen Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gefahren. Zum Zeitpunkt wo ich dies schreibe sind 12 Menschen tot, 48 noch verletzt im Krankenhaus.
Kontext: Dass Fahrzeuge genutzt werden sollen, um mit wenig technischem Aufwand im Westen grossen Schaden anzurichten, dazu hatte (die unter anderem in Aleppo in Syrien gegen die Regierung kämpfende) Al’Quaida bereits früher in ihrem Magazin “Inspire” aufgerufen. In der jüngsten Ausgabe des aktuellen Hochglanzmagazins von ISIS/Daesh wird genau dieses Vorgehen erneut dargestellt und empfohlen. Weil es sich in offenen Gesellschaften nicht völlig verhindern lässt.

In der türkischen Hauptstadt Ankara ist unterdessen, auch gestern, der russische Botschafter, der eine Fotoausstellung besucht hatte, vor den Augen der anderen Gäste von einem Polizisten ausserhalb seiner Dienstzeit erschossen worden – nach Tagen des öffentlichen Strassen-Protests gegen die russische Unterstützung Syriens in Aleppo.
Kontext. Von den 70ern bis in die 90er musste die Türkei damit leben, dass ihre eigenen Diplomaten im Ausland (in USA, Kanada, Österreich und anderswo) von armenischen Terroristen ermordet wurden, als Rache für den Völkermord an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs. Neu ist, dass ein führender ausländischer Diplomat in der Türkei ermordet wird.

Weniger beachtet als diese beiden Ereignisse ist der in der Schweiz stattgefundene Amoklauf gegen eine Züricher Moschee gestern: Der etwa 30-Jährige Täter hatte am Montagabend im Gebetsraum eines islamischen Zentrums wahllos auf Gläubige geschossen und dadurch drei Menschen verletzt, zwei davon schwer. Danach flüchtete er und hat sich später, wie man vermutet. selbst erschossen. Kontext: Der Amokläufer hat keinen terroristischen Hintergrund. Als Betende in diesem Gebetszentrum versammeln sich vor allem Moslems die ihre Herkunft oder die ihrer Eltern in Somalia haben.

Noch weniger Aufmerksamkeit bei uns, weil sie an einem Sonntag und weil sie nicht in NATO-Staaten stattfanden, aber nicht weniger schlimm und mit mehr Toten, fanden die Anschläge vom Sonntag: Weiterlesen »

Erstellt am Dienstag, 20. Dezember 2016
Kategorie: Europa, Frieden, Internationales, WikiNews | Kommentieren »

Adam Ramsay: The Atrocities in Aleppo are taking place

“The Atrocities in Aleppo are taking place”:
Syria- two years of tragedy (8642756918)
“The Gulf War will not take place”, “the Gulf War is not taking place” and “the Gulf war did not take place” was a series of essays in Liberation and The Guardian by Jean Baudrillard in 1991. In them, he argued that the difference between the propagandised images of the first war in the era of rolling news, and the actual atrocities taking place in Iraq – with no real scrutiny of death rates, and heavy Pentagon influence over coverage – was so great that they could not be given the same name. If “The Gulf War” was the title given to the fictionalised simulation unfolding on TV; the simulacrum of a war; then we couldn’t also call the actual bombing, blood, death and horror in Iraq by the same name. The Gulf War is merely the title of a show whose screenplay was written in the bowels of the Pentagon building and read by ‘embedded’ CNN journalists to enthralled viewers. What really happened in the Gulf that year was fire, agony and anguish.

It seems to me that the terrifyingly cynical reaction from many to the ongoing atrocities in Aleppo is in part the result of two and a half decades of this media manipulation. People have become so cynical of anything which they believe approximates to the Pentagon line that they end up believing what is essentially the Kremlin line. They are so aware of the power of propaganda that they sneer at genuine footage of humans broadcasting their last, terrified words. As civilians are asphyxiated with poisoned gas, cynicised Westerners sniff the air and say “I smell bullshit”.

The age of cable news has given way to the age of social media; the age of rolling news to the age of scrolling news. There is propaganda, more than ever; from states and those who fight them, from corporations and their billionaire beneficiaries, from Washington and from Moscow. It comes in a different form from 1991, and it’s there more than ever.

We cannot, however, allow the knowledge of that to stop us from believing that atrocities are taking place. We cannot let critical questioning to lead to cynicism and cynicism to mean spirited smearing of those who suffer.

The atrocities in Aleppo are not a simulacrum. They are not a representation of a representation of brutality. They are real. And we can’t let the history of Pentagon propaganda poison us so much that we fail to see the truth when it unfolds, with all it’s powerful horror, in front of us.

Author: Adam Ramsay. Source on Facebook: https://www.facebook.com/adamramsay/posts/10101967125038061 Shared with permission.
Image credit: In Aleppo, Karm al Jabal. This neighborhood is next to Al Bab and has been under siege for 6 months, 4 March 2013. Credit: Basma via Wikimedia Commons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Syria-_two_years_of_tragedy_(8642756918).jpg

Erstellt am Sonntag, 18. Dezember 2016
Kategorie: English, Frieden, Gastbeitrag, Gastbeiträge, Internationales, NichtDeutsch | Kommentieren »

Bei Kriegen dazwischengehen? Aktionsvideo der DFG-VK

Momentan stehen sich weltweit Menschen in über 30 bewaffneten Konflikten gegenüber.
Die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereingte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) setzt sich seit Jahrzehnten für deren friedliche Lösung ein: Indem sie helfen, vermitteln und, vor allem, dazwischengehen.

Die vorgestellte Aktion “meiner” DFG-VK (denn ich bin dort schon genauso lange Mitglied wie bei den Grünen) macht das “begreifbar”, erlebbar.

Erstellt am Freitag, 3. April 2015
Kategorie: Frieden, Internationales | Kommentieren »

#NoPegida in Stuttgart: NoStupida!

In #Stuttgart ist kein Platz für Hetze und Rassismus. #NoPegida Kundgebung, #GRÜNEs Engagement in Land, Bund und Europa in einem Bild… und Stadt, mit OB Fritz Kuhn als Redner.

Photo: In #Stuttgart ist kein Platz für Hetze und Rassismus. #NoPegida Kundgebung, #GRÜNE aus Land, Bund und Europa... und Stadt, mit OB Fritz Kuhn als Redner. (Es gibt noch eine Plus-Version dieses Bildes, da ist neben MdL Daniel Lede Abal (links), MdB Chris Kühn und mir (auch Links) auch noch die Landesvorsitzende Thekla Walker dabei)

Ich habe viele GRÜNE getroffen, nicht nur aber auch von der Grünen Jugend, die man beim Thema Antifaschismus schneller auf der Strasse erwartet. (Es gibt noch eine Plus-Version dieses Bildes, da ist neben MdL Daniel Lede Abal (links), MdB Chris Kühn und mir (auch Links) auch noch die Landesvorsitzende Thekla Walker dabei)

Erstellt am Montag, 5. Januar 2015
Kategorie: Aktionen, GrüneBW, Internationales, Partei | Kommentieren »

Frieden findet Stadt – Friedensstadt Tübingen 18./19. Juli .2014

Die 5. FRIEDENSSTADTWOCHE findet in TÜBINGEN vom 12.-21. Juli 2014 mit verschiedene Veranstaltungen im Bereich Sport, Kultur, Bildung, Wissenschaft, Politik und Demokratiebewegung statt.
Die kriegerische Situation z.B. im Irak, in der Ukraine, Afghanistan und Syrien zeigen die politischen Herausforderungen für ein friedliches Zusammenleben im 21. Jahrhundert. Mehr als 50 Millionen Flüchtlinge sind Opfer des Krieges.
Auch die Städte und Gemeinden sind davon betroffen. Die Landes-und Bundespolitik trägt ebenso Verantwortung für eine vorausschauende Friedenspolitik.
Deshalb hat die  Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) alle Parteien Verbände, Friedensinitiativen des Runden Tisch Tübingen zu einer Diskussionsveranstaltung einladen, um die Möglichkeiten für einer kommunale Friedens-und Außenpolitik in Tübingen zu erörtern und gemeinsam zu gestalten.

Freitag, 18. Juli 2014, 20 Uhr, Tübingen, Lamm, Marktplatz
“Von deutschem Boden soll Frieden ausgehen…”

Diskussion über eine Kommunale Außen und Friedenspolitik mit VertreterInnen des Gemeinderates, Landtag, Bundestag und Friedensinitiativen.
Zugesagt haben bisher Stadtrat Dr.Albrecht Kühn (CDU), Landestagsabgeordnete Rita Haller Haid (SPD) und Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel (Die Linke) und Vertreter/Innen des Runden Tisch Frieden, Tübingen.

Samstag, 19. Juli 2014, 12-14 Uhr Tübingen, Holzmarkt,

“Frieden findet Stadt”
Kundgebung mit Kultur, Musik, Diskussion und Infoständen

Mit Oberbürgermeister Boris Palmer, dem Historiker und Autor Gunter Haug zu 500 Jahre Tübinger Vertrag-und Heute?

der Trägerin des Alternativen Nobelpreises, Menschenrechtsanwältin Felicia Langer zu dem Krieg in Gaza/Israel/Palästina,

Henning Zierock (GKF), Stadträte und Bundestagsabgeordnete, Heike Kammer (Peace Brigades International) über Friedensarbeit im Nahen Osten und Lateinamerika, Sue Dürr Friedensaktivistin, die Frau von Prof. Dr.Hans Peter Dürr (Alternativer Nobelpreis)

Internationale Musik mit dem “Theodorakis Ensemble“, Tübinger Musikpreisträger und Rapper Illhan.

Daran schließt sich um 14 Uhr “Friedenspolitischer Stadtrundgang” durch Tübingen auf den Spuren einer Kultur des Friedens zu historischen Schauplätzen.
Von 16.00-17.30 Uhr gibt es im Gemeindehaus Lamm unter dem Motto “Erinnern für die Zukunft” eine Veranstaltung mit Film, Fotos, Musik, Gedankenaustausch über Hans-Peter Dürr, einen Mitbegründer der Gesellschaft Kultur des Friedens, der vor kurzem gestorben ist und der in Tübingen eindrückliche Spuren hinterlassen hat. Weiterlesen »

Erstellt am Freitag, 18. Juli 2014
Kategorie: Aktionen, Deutsch, Frieden, Internationales | Kommentieren »