Archiv für die Kategorie 'Frieden'

ZivilCourage 2/2013 – Nein zu Kampfdrohnen

Friedlich denken allein ändert nichts. Darum bin ich Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft DFG/VK. Hier das Cover der neuen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift Zivilcourage, die ich heute aus dem Briefkasten holte:

Zivilcourage 2/2013

In der aktuellen Ausgabe:

Wer die ZC nicht lesen kann, sollte wenigstens die Links anklicken um sich zu informieren. :-)

Erstellt am Mittwoch, 22. Mai 2013
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25 Jahre Kultur des Friedens mit Hans-Peter Dürr: “Den Frieden gewinnen – nicht den Krieg”

25 Jahre Kultur des Friedens mit Hans-Peter Dürr im Tübinger Weltethos-Insitut: “Den Frieden gewinnen – nicht den Krieg”

Photo: Habe mich gefreut, am Rande von 25Jahre http://kulturdesfriedens.de noch in kleiner Runde beim Essen mit Hans-Peter Dürr zu reden. Der Physiker, Träger des Alternativen Nobelpreises, hatte noch beim "Vater der Wasserstoffbombe" Teller promoviert, die Idee der Rüstung zum Frieden aber immer schon abgelehnt.  Von seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz und seinen Einsichten profitieren zu können ist für mich persönlich wie politisch eine Bereicherung. (Mehr im Blog Grüne Kraft für Europa)

Habe mich gefreut, am Rande von 25Jahre http://kulturdesfriedens.de/ noch in kleiner Runde beim Essen mit Hans-Peter Dürr zu reden. Der Physiker, Träger des Alternativen Nobelpreises, hatte noch beim “Vater der Wasserstoffbombe” Teller promoviert, die Idee der Rüstung zum Frieden aber immer schon abgelehnt.
Von seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz und seinen Einsichten profitieren zu können ist für mich persönlich wie politisch eine Bereicherung.

Meine Beiträge zur Diskussion bezogen sich beim Thema “Keine Sicherheit durch Aufrüstung” auf die “Smart Borders”-Bemühungen im Frontex-Umfeld, mit denen man hofft das Flüchtlings-Problem in den Griff zu bekommen, aber kein Problem der Flüchtlinge auch nur beginnt zu lösen; beim Thema Nachhaltigkeit auf die Bildung für Nachhaltige Entwicklung ankommt – und darauf zu vermitteln, dass junge Menschen nicht ihr Leben dem widmen sollen dass alles so bleibt wie es ist, sondern dafür dass es sich entwickelt, auf eine Weise, die weitere gesunde Entwicklung ermöglicht.

Zum Thema Rüstungsexporte erklärte ich, dass wir in Baden-Württemberg gerade, mit Bürgerbeteiligung bei der ich in mehreren Ebenen der von den AkteurInnen der Zivilgesellschaft gewählte Vertreter der Region Tübingen zum Thema Wirtschaft war, die Leitlinien zur Entwicklungspolitik des Landes beschlossen haben. Und wie ich in die Handlungsrichtlinien dazu das Verbot der Rüstungsexporte und entsprechende Bundesratsinitiativen des Landes hineinverhandelt habe. Und natürlich, dass wir auf dem Weg dahin auch jetzt schon, als wieder neu gewählter Vertreter des landesweiten Forums Wirtschaft, im Dialog mit der Wirtschaft, mit Südwestmetall etwa, mit der Rüstungsindustrie sind und bleiben.

Mein letzter Punkt in der Plenumsdiskussion war als Europapolitiker die Vorstellung von Europa als Friedensprojekt. Gerade wenn ich mit Grau- und weisshaarigen Mitgliedern der Europa-Union rede, ist diese Verbindung von Europa und dem Frieden noch oft das erste und bestimmende Element. Im Sinne einer Kultur des Friedens ist es aber genau dafür essentiell, dass wir der Europäischen Rüstungsagentur eine Europäische Friedensagentur zur Seite stellen, die für die Konfliktprävention und Konfliktmoderation arbeitet.

Photo: Jetzt zu 25 Jahren Kultur des Friedens: Diskussion "Den Frieden gewinnen - nicht den Krieg" in der Stiftung Weltethos.

25 Jahre Kultur des Friedens


Das Programm zu 25 Jahre Kultur des Friedens ist aber wirklich toll – siehe: http://www.kulturdesfriedens.de – aber es war auch schon toll, wer alles vor 25 Jahren bei der Gründung dabei war: Mikis Theodorakis, Christa Wolf, Walter Jens, Hans-Peter Dürr, Robert Jungk, Hans Küng, Dschingis Aitmatov… ich freue mich darauf, morgen der persönliche Begleiter und Dolmetscher des ehemaligen UNESCO-Generalsekretärs Federico Mayor zu sein, der direkt aus Aserbeidschan extra für diese Veranstaltung in Tübingen kommt.

Es sind dabei: Liedermacher Konstantin Wecker, ehem. UNESCO-Generaldirektor Federico Mayor (Madrid), OB Boris Palmer, Margarita Pastene (Chile), Henning Zierock (Kultur des Friedens), Hans-Peter Dürr, Journalist Franz Alt, Friedenspreisträger Reuven Moskovitz (Jerusalem), Ernst-Bloch-Chor, Theodorakis Ensemble (musikalisches Grußwort von Mikis Theodorakis) und Mitstreiter/Innen für eine Kultur des Friedens – so auch ich.

Erstellt am Dienstag, 7. Mai 2013
Kategorie: Frieden, Internationales, Termine | Kommentieren »

Bundeskabinett legt Patriots-Mandat vor: GRÜNE Parteimitglieder fordern eigene Bundestagsabgeordnete auf: Stimmt mit NEIN!

Pressemitteilung

Tübingen/Weimar/Bad Dürkheim/Hamburg/Münster 06.12.2012

Bundeskabinett legt Patriots-Mandat vor: GRÜNE Parteimitglieder fordern eigene Bundestagsabgeordnete auf: Stimmt mit NEIN!

In der nächsten Woche wird im Bundestag über die Stationierung von Patriot-Verbänden der Bundeswehr an der syrischen Grenze entschieden. GRÜNE Parteimitglieder „erwarten gerade von den GRÜNEN Abgeordneten, dass sie ohne wenn und aber dagegen stimmen.“ So heißt es in dem entsprechenden Aufruf, den schon weit über hundert GRÜNE von allen Ebenen der Partei unterzeichnet haben. Obwohl die GRÜNE Partei auf ihrer Hannoveraner Bundesdelegiertenkonferenz im November einen Beschluss gefasst hat, der militärisches Eingreifen und eine Militärintervention in der Gesamtabwägung verwirft, wollen offenbar weite Teile der Bundestagsfraktion mit der Regierung stimmen. Wir halten das für politisch unverantwortlich.

Es wird behauptet, die Patriots ständen in keinem Zusammenhang mit offensiven Militärmaßnahmen der NATO oder einzelner NATO-Staaten gegen Syrien, z.B. in Form einer privat von der NATO eingerichteten Flugverbotszone. Gleichzeitig berichten Medien über US-Militärplanungen, mit 75.000 Soldaten in Syrien zu intervenieren. Unterhalb der Schwelle des offenen Einsatzes eigener Soldaten in Syrien mischen die NATO-Staaten (auch Deutschland) gemeinsam mit Verbündeten wie Katar und Saudi-Arabien mit Spionageerkenntnissen, logistischer Unterstützung, Militärausbildern und Waffenlieferungen bereits jetzt mit im syrischen Bürgerkrieg.

Eine Beruhigungspille soll sein, dass die Patriots-Raketen nicht direkt an der Grenze stationiert werden. Die Patriots hätten nur eine begrenzte Reichweite, könnten also Syrien gar nicht erreichen. Uli Cremer von der GRÜNEN FRIEDENSINITIATIVE: „Will man uns für dumm verkaufen? Die Patriot-Raketen sind mobile Systeme. Sie sind auf Fahrzeugen stationiert, die jederzeit weiter an die Grenze oder auch über die Grenze fahren können. Im Irak-Krieg 2003 bewegten sich die US-Patriot-Einheiten flexibel mit der vorrückenden Front. Die einzig sinnvolle friedenspolitische Option ist, die Patriots dort zu belassen, wo sie jetzt sind: in Bad Sülze (Mecklenburg-Vorpommern).“

In das deutsche Mandat sind im Übrigen auch AWACS-Systeme integriert. Diese haben die Aufgabe, den syrischen Luftraum auszuspähen. Wer nutzt die durch die AWACS gewonnenen Aufklärungserkenntnisse? Nicht zuletzt die syrischen Aufständischen – genauso wie diese bereits von den Spionageerkenntnissen des BND-Flottendienstbootes im östlichen Mittelmeer profitierten.

Vom politischen Vorgang her haben wir es bei den Patriots mit einer Selbstmandatierung der NATO zu tun. Es ist es naiv zu glauben, dass dem militärischen Handeln der NATO durch politische Beschlusstexte der NATO selbst irgendwelche Fesseln angelegt würden. Diese kann sie jeden Tag selbst ändern. Auch ein „restriktiver“ Bundestagsbeschluss, der eine Flugverbotszone im ersten Schritt ausschließt, ist schnell von der NATO ausgehebelt, wenn „neue Umstände“ es erfordern.

In den letzten Tagen strapazieren NATO und Bundesregierung die Argumentation, Syrien würde die Türkei durch Chemie-Waffen bedrohen. Der Einsatz von Chemie-Waffen sei „eine rote Linie“. Bei Überschreitung: NATO-Militärintervention! Umgekehrt zieht das Assad-Regime seine rote Linie und kündigt an, Chemie-Waffen gegen Staaten einzusetzen, die in Syrien militärisch intervenieren. Statt rote Linien zu beschwören, die am Ende in die militärische Eskalationsspirale führen, ist Deeskalation gefragt. Darum fordern wir: „Keine Patriots an die syrische Grenze!“

Wilhelm Achelpöhler, Münster -  Uli Cremer, Hamburg – Roland Vogt, Bad Dürkheim – Olaf Weber, Weimar –

Wolfgang G. Wettach, Tübingen

Der Aufruf und die Unterzeichnerliste finden Sie auf: www.gruene-friedensinitiative.de

Kontakt: Uli Cremer 0160 / 81 21 622 – cremer@gruene-friedensinitiative.de Roland Vogt 0172 / 1474546 – roland.vogt@snafu.de, Wolfgang G. Wettach 0173 / 6575033 – gruene@wettach.org oder: Wilhelm Achelpöhler 0171 / 1717392 – achelpoehler@gruene-friedensinitiative.de

Erstellt am Donnerstag, 6. Dezember 2012
Kategorie: Aktionen, Europa, Frieden, Internationales, Partei | Kommentieren »

8. März #Frauentag: Die Hälfte der Macht den Frauen!

101. Internationaler Frauentag: Wir haben sehr viele starke GRÜNE Frauen, die für sich selbst sprechen können – zum Beispiel unsere Frauenpolitische Sprecherin Ulrike Baumgärtner, hier interviewt von unserer Landesvorsitzenden Thekla Walker:

Thekla Walker interviewt Ulrike Baumgärtner

Die Frauenquote, für die GRÜNE sich seit 30 Jahren einsetzen, ist wichtig, nicht nur aber auch in Baden-Württemberg, wo das Wahlrecht bisher für dramatisch weniger Frauen im Landtag sorgt. Auch wenn es vor Ort manchmal schwierig sein kann, genügend Frauen für manche Aufgaben zu finden, sage ich als Grüner Stadtvorstand in Tübingen, ist die Quote wichtig, weil sie dafür sorgt dass Männer nach guten Frauen suchen und diese ermutigen müssen, weil sie auch dafür sorgt dass Frauen sich beteiligen die sonst anderen den Vortritt lassen würden, aber viel beizutragen haben. Die Quote ist wichtig, auch wenn sie mich in der Erscheinungsform hart quotierter Redelisten manchmal ärgern mag (weil Männer dann nicht mehr reden dürfen wenn Frauen nicht mehr reden wollen) – es gibt verschiedene Möglichkeiten das zu handhaben, auch im Reissverschlussverfahren sorgt sie dafür dass Frauen in gleichem Maß zu Wort kommen können.

Ist der Tag noch zeitgemäss, nach 101 Jahren? Weiterlesen »

Erstellt am Donnerstag, 8. März 2012
Kategorie: Deutsch, Donaustrategie, Europa, Frieden, GrüneBW, Internationales, Kinder, Video, Vätergrün | Kommentieren »

Grüner Dissens: 224 Mitglieder drängen auf Korrektur GRÜNER Afghanistanpolitik: Für NATO-Abzug bis Ende 2012!

Anlässlich der bevorstehenden Afghanistanentscheidung im Bundestag haben 224 GRÜNE Mitglieder, überwiegend kommunale MandatsträgerInnen, -darunter auch ich- den Aufruf der GRÜNEN FRIEDENSINITIATIVE unterzeichnet, der am Mittwoch, den 25.1., in der tageszeitung als Anzeige erscheint.

Der Aufruf fordert von den GRÜNEN Abgeordneten, „dass sie das Bundeswehr-Afghanistanmandat für 2012 im Bundestag ablehnen, also mit NEIN stimmen, und deutlich machen, dass mit den GRÜNEN eine Verlängerung des Afghanistankrieges bis 2024 nicht zu machen ist.“ Weiter heißt es im Aufruf: „Von der GRÜNEN Parteiführung erwarten wir, dass sie die bisherige Pro-ISAF-Haltung korrigiert. Es ist Zeit für eine Umkehr.“

Hintergrund ist, dass die NATO-Staaten sich auf eine längere Verweildauer in Afghanistan vorbereiten: Die US-Truppenstützpunkte werden ausgebaut und sollen bis 2024 genutzt werden. Auch in der NATO wird erwogen, nach dem angeblichen „Abzug 2014“ mit 15.000 Soldaten präsent zu bleiben.

Uli Cremer von der GRÜNEN FRIEDENSINITIATIVE: „Es wird Zeit, dass die NATO-Truppen Afghanistan verlassen. Statt wie bisher ständig potentielle Verhandlungspartner gezielt zu töten, wären ernsthafte Bemühungen um einen Waffenstillstand hilfreich. Ein Abzug bis Ende 2012 ist nicht nur friedenspolitisch geboten, sondern auch machbar und realistisch. Das zeigen die aktuellen Überlegungen der französischen Regierung. Voraussetzung ist aber der politische Wille.“

Wilhelm Achelpöhler von der GRÜNEN FRIEDENSINITIATIVE kritisiert: „Die innenpolitische Geräuschlosigkeit der Entscheidung im Bundestag ist ein Zeichen für die Schwäche der Friedensbewegung und zeigt, wie sehr nach zehn Jahren Krieg inzwischen als Normalzustand der Nation akzeptiert wird. Deshalb braucht es jetzt eine klare grüne Opposition gegen den Krieg und nicht eine konstruktive Vorschläge, wie man ihn denn besser gewinnen kann. Oppositionsbänke sind keine Feldherrenhügel.“

Soweit die Pressemitteilung der GFI.

Erstellt am Dienstag, 24. Januar 2012
Kategorie: Aktionen, Frieden, Internationales, Partei | Kommentieren »

Schulfrei für die Bundeswehr – auch für GRÜNE in Niedersachsen

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Schulfrei für die Bundeswehr

Ich freue mich sehr über den Beschluss der Bündnisgrünen Niedersachsens auf ihrem Landesparteitag (LDK – Landesdelegiertenkonferenz) vom gerade vergangenen Wochenende: Der Antrag der Grünen Jugend wurde angenommen, den Protest gegen die zunehmende Militarisierung der Friedenserziehung zu unterstützen und sich für das einzusetzen was auch die Deutsche Friedensgesellschaft/ Vereinigte Kriegsdienstgegner DFG-VK fordert: Schulfrei für die Bundeswehr! Hier der Text:

“BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen solidarisieren sich mit dem Protest zahlreicher SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern gegen die steigende Präsenz  des Militärs an unseren Schulen und rufen ihre Ortsgruppen dazu auf,  gemeinsam mit den Beteiligten vor Ort den Protest zu organisieren. Auch wir fordern ein Verbot von Aktivitäten der Bundeswehr an allen Bildungs- und Erziehungseinrichtungen in Niedersachsen.
Im Falle einer Regierungsbeteiligung nach der Landtagswahl in Niedersachsen 2013 wollen wir versuchen das Verbot der Bundeswehr in Niedersachsens Bildungs- und Erziehungseinrichtungen umzusetzen und diese Forderung wird auch Teil unseres Landtagswahlprogramms werden.”

Für mehr Informationen zur Kampagne einfach auf das Bild rechts klicken. Disclaimer: Ich bin im selben Jahr Mitglied der DFG-VK und der Grünen (KV Braunschweig, Niedersachsen) geworden und aus beidem in allen Wandlungen der Zeit aus Überzeugung nicht ausgetreten. Auch heute noch halte ich Krieg für kein geeignetes Mittel der Politik in der Auseinandersetzung von Ideen: Es verlieren immer die Menschen. Das -und nicht hübsche Hochglanzlügen- sollte auch unseren SchülerInnen in den Schulen beigebracht werden.

Erstellt am Montag, 21. November 2011
Kategorie: Aktionen, Bildung, Frieden, Partei | Kommentieren »

Grüne aus ganz Europa beraten Europas Zukunft

Auf Einladung der Europaparlaments-Fraktion der Grünen/EFA und der Europäischen Grünen Partei, EGP, treffen sich derzeit Grüne und grüngesinnte Menschen aus ganz Europa, um unter dem Titel „Europe – Make it or break it“ über die Zukunft der Europäischen Union zu beraten.

Zahlreiche Workshops in Frankfurt und Slubice

In einer Vielzahl von Workshops wurden Kampagnenwerkzeuge ie das kreative politische Schreiben, die Kommunikation per Video oder die Nutzung sozialer Netzwerke, aber auch inhaltliche Themen vom Zugang zum Internet als Menschenrecht über die EU-Missionen in Somalia (Video) oder die Konsequenzen aus dem arabischen Frühling für die EU-Flüchtlings- und Migrationspolitik behandelt. Neben der Finanzmarktregulierung und der Zukunft des Euro waren generell Themen der europäischen Wirtschafts- und Industriepolitik einer der Schwerpunkte der nach 2008 bereits zum zweiten Mal im brandenburgischen Frankfurt an der Oder und der polnischen Nachbarstadt Słubice stattfindenden Grünen Europäischen Sommer-Universität.
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Erstellt am Donnerstag, 8. September 2011
Kategorie: Deutsch, Europa, Fotos, Frieden, Internationales, Partei, Piraten, Termine, Video, WikiNews | Kommentieren »

Sommer-Leseliste: Obama, Du und Ich (und der Kindle)

Es ist eine gute Tradition, dass die “Sommer-Leseliste”, die Liste der Bücher die ein US-amerikanischer Präsident mit in den Sommerurlaub nimmt, veröffentlicht wird oder durchsickert – und dann den kundigen AnalystInnen oder den einfachen Menschen auf der Strasse zeigt, womit sich der Präsident derzeit beschäftigt.

Die diesjährige Summer Reading List of Barack Obama hat in den USA ebenso heftige Reaktionen ausgelöst wie die Grummel- und Mahn-Reden der Alt-CDU’ler Erwin Teufel, Christian Wulff und Helmut Kohl hierzulande. Weiterlesen »

Erstellt am Freitag, 26. August 2011
Kategorie: Bildung, Deutsch, English, Frieden, GrünKultur, Internationales | 1 Kommentar »

WEED-Kritik an der Rohstoffstrategie der EU

Erstellt am Mittwoch, 23. Februar 2011
Kategorie: Deutsch, English, Europa, Frieden, Internationales, Video | Kommentieren »

Das andere Afghanistan unterstützen – Mandat nicht verlängern!

Das andere Afghanistan: auf Einladung von MdB H.Hänsel (links) waren Malalai Joya (ex-Loya Dschirga) und Sayed Yaqub Ibrahimi (journalist) mit Übersetzerin (siehe Bild oben) in Tübingen, als Vorstufe der Konferenz Sa/So in Berlin im Bundestag (Paul-Löbe Haus).

Da wir derzeit auch innerhalb unserer Partei viel über Afghanistan debattieren (BAG Frieden letztes Wochenende mit Empfehlung an die GRÜNE Fraktion, der Mandatsverlängerung nicht zuzustimmen, Grüne Friedensinitiative mit Appell, klar abzulehnen, Grüne Linke mit Debatten) fand ich es wichtig, statt nur miteinander in der Grünen Partei,  auch mit Vertretern der afghanischen Zivilgesellschaft zu reden. Das habe ich nun direkt begonnen.

Das Ergebnis ist eine Bestätigung für den Grünen Weg des Friedens, und das heisst mit der klaren Ablehnung von Enduring Freedom von Anfang an und der ISAF Mission in dieser Form. Heute, am 26.01.2011, erschien eine Anzeige in der Tageszeitung taz, in der über 280 Grüne, Kreisvorstände, kommunal oder landesweit in Parlamenten tätige Menschen und mehrere grüne Ortsgliederungen einen gemeinsamen Appell (pdf) veröffentlichen, den ich Euch nicht vorenthalten will:

NEIN ZUR LAUFZEITVERLÄNGERUNG DES AFGHANISTANKRIEGS!

Neuerdings wird viel über den Abzug aus Afghanistan geredet. Fakt ist jedoch, dass dort mehr westliche Truppen denn je kämpfen. Mit etwa 150.000 Soldaten setzt die NATO mit ihren Verbündeten erheblich mehr Soldaten ein als die Rote Armee in den 80er Jahren. Und die sollen bleiben, „bis der Job getan ist“. Ein Datum, wann das der Fall sein soll, hat bisher kein politisch Verantwortlicher genannt, nicht der US-Präsident, nicht der NATO-Generalsekretär und auch nicht die Bundeskanzlerin. Stattdessen soll die kriegskritische Öffentlichkeit mit PR-Nummern besänftigt werden: 2011 würde der Abzug „beginnen“ und 2014 würden „der Abzug aller Kampftruppen abgeschlossen sein“. Dass danach wie im Irak weiterhin zehntausende westliche Soldaten im Land bleiben sollen, wird weniger laut verkündet. Eine Reduktion der Truppen ist aber kein Abzug. Abzug ist nämlich, wenn alle Soldaten abgezogen worden sind. Selbst der „Beginn des Abzugs“ steht unter Vorbehalt: „wenn es die Lage erlaubt“.

Die Bundesregierung hat bereits verkündet, dass auch Bundeswehrtruppen nach 2014 in Afghanistan bleiben sollen.

Nichts hat sich geändert in Afghanistan: Der Krieg hat sich 2010 weiter verschärft – und immer mehr Menschen sterben. Laut UN-Angaben waren allein im 1.HJ 2010 3.268 zivile Opfer zu beklagen – 31 Prozent mehr als (2009). Bis Ende 2010 sind 2.279 Soldaten der ISAF/OEF-Streitkräfte umgekommen, 709 allein in 2010 (das sind 36% mehr als 2009). Hinzu kommen auf westlicher Seite die getöteten privaten Söldner, afghanischen Soldaten und Polizisten. Die getöteten Aufständischen zählt niemand. Selbst laut westlichen Umfragen kritisieren inzwischen 2/3 der Afghanen NATO/ISAF.

Auch im vermeintlich ruhigen Norden des Landes herrscht seit Jahren Krieg. Die Bundeswehr führt immer mehr Offensivoperationen durch und wird immer häufiger von Aufständischen attackiert. 2010 wurde weiteres schweres Gerät nach Kundus verlegt: Seit einigen Monaten sind drei Panzerhaubitzen im Einsatz. Da ca. 30% des Nachschubs für die westlichen Truppen via Russland über Nordafghanistan läuft, hat die Region militärstrategisch an Bedeutung gewonnen. Deswegen wurden zusätzlich zur Bundeswehr 5.000 US-Soldaten im Norden stationiert. Folglich nahmen die Kämpfe zu.

Auch nach neun Jahren Krieg halten die Bundesregierung und die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten unverdrossen am Kriegskurs fest: Die maximale Größenordnung des Bundeswehr-Kontingents von insgesamt 5.350 soll sich 2011 nicht ändern. Die Anzahl der westlichen Truppen soll weiter bei 150.000 liegen.

Gleichzeitig werden die zivilen Hilfsprojekte noch stärker militärisch eingebunden. Zwar ist viel von „Übergabe an die Afghanen“ die Rede, doch geht es dabei nur um mehr Gewalt: mehr Militär, mehr paramilitärische Polizei, mehr Waffen für Milizen. Die Erfolgsmeldungen beim Aufbau der „afghanischen Sicherheitskräfte“ sind wenig glaubwürdig und vermutlich auf den deutlich gesteigerten „Kommunikations“etat von Kommandeur Petraeus zurückzuführen.

Wir erwarten von den GRÜNEN Abgeordneten, dass sie die beantragte Laufzeitverlängerung des Bundeswehr-Einsatzes im Bundestag ablehnen. Die richtige Antwort auf die Kriegspolitik der Bundesregierung ist ein klares NEIN und nicht ein verdruckstes “so nicht”! Ein solches NEIN erwarten wir von allen GRÜNEN Bundestagsabgeordneten.

Wir möchten, dass diese sich auf die Hauptsache konzentrieren: Es ist nicht wichtig, ob Guttenberg bei seinen Propagandareisen von seiner Frau begleitet wird oder nicht. Am wichtigsten ist, dass der westliche Krieg in Afghanistan beendet wird. Wir brauchen keine Verbesserungsvorschläge für die Kriegsführung der NATO und deren zivile Begleitung. Gefragt ist immer dringender Opposition gegen den Afghanistan-Krieg – im Parlament und auf der Straße.

Der kurzfristige Abzug der NATO sowie der anderen westlichen Truppen aus Afghanistan ist friedenspolitisch alternativlos. Die richtige politische Entscheidung wäre jetzt, sofort mit dem Truppenabzug zu beginnen, so dass der letzte NATO-Soldat am 19.August, dem afghanischen Unabhängigkeitstag, das Land verlassen hat. Dabei sollte Deutschland mit gutem Beispiel vorangehen. Es gibt für die Soldaten in Afghanistan nicht mehr zu tun als die Koffer zu packen. Solch ein Signal würde die anderen NATO- Staaten, in denen wie in Deutschland die Mehrheit der Bevölkerung den Krieg ablehnt, bewegen, ihre Truppen ebenfalls abzuziehen.

Wir unterstützen alle Soldatinnen und Soldaten, die von ihrem Grundrecht auf Verweigerung des Kriegsdienstes Gebrauch machen.

Die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen fordern wir auf: beteiligt Euch an den Aktionen der Friedensbewegung!”

Ich freue mich, dass sich die Anzahl der Grünen Mitglieder, der Funktions- und Mandatsträger die diesen als Anzeige in der taz erschienenen Aufruf unterschrieben haben, gegenüber dem Aufruf vom Vorjahr fast verdoppelt hat. Hier ist die Liste der Unterzeichnenden (pdf).

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Erstellt am Mittwoch, 26. Januar 2011
Kategorie: Aktionen, Europa, Frieden, Internationales | Kommentieren »